Mönchengladbach: Neuer Trainingsplatz: Borussia startet Ausbau
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 26.08.2011Mönchengladbach (RP). Mit einem neuen Trainingsplatz starten die umfangreichen Neubaumaßnahmen im Borussia-Park. Nach RP-Informationen wird der Verein schon in Kürze den entsprechenden Bauantrag bei der Stadt einreichen.
Markus Aretz, Borussia-Sprecher, bestätigte auf Anfrage, dass im ersten Bauabschnitt ein weiterer Platz gebaut werden soll. Man befinde sich in der Planungsphase; der Zeitpunkt des Baubeginns stehe noch nicht fest. Alle weiteren Projekte wie Hotel, Soccer-Halle und Museum würden wie geplant realisiert, sobald die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen sei, so Aretz.
Die weitreichenden Ausbaupläne waren einer der wesentlichen Kritikpunkte der "Initiative Borussia". Man müsse dringend in flinke Beine, nicht aber in Steine investieren, meinten die Kritiker. Erst ein paar Wochen sind seither vergangen. Borussia grüßt – auch ohne allzu wertvolle Neuzugänge – kurzfristig von der Tabellenspitze. Und längst wird wieder mit Volldampf an den Neubauten gearbeitet.
Denn nach RP-Informationen wird auch der Plan, ein Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft des Stadions zu bauen, weiter verfolgt. Bis Ende des Jahres soll klar sein, ob sich dies für Borussia wirtschaftlich lohnt. Mit dem früheren Dorint-Hoteldirektor Ben Lambers hat Borussia schon vor zehn Monaten einen ausgewiesenen Fachmann angestellt. Er kümmert sich seither zwar auch um Veranstaltungen für Borussia. Aber wegen anderer in der Stadt geplanten Hotel-Neubauten zum Beispiel am Abteiberg und in der City Ost will Borussia die Frage möglichst rasch entscheiden.
Der Verein hatte im vergangenen Sommer ein fast 55 000 Quadratmeter großes Gelände am Stadion gekauft. Dort sollen außer Trainingsplatz und Hotel eine Soccer-Halle, ein Mega-Store für Fan-Artikel, ein größeres Reha-Zentrum, ein größerer Gastronomie-Bereich und ein Museum gebaut werden. Damit will sich der Verein, der aktuell einen jährlichen Umsatz von rund 70 Millionen Euro hat, zusätzliche Einnahmequellen erschließen.
Für jedes einzelne Projekt gilt, wie Aretz versichert: "Wir werden nur bauen, wenn dies zusätzlichen Gewinn abzuwerfen verspricht." Davon allerdings ist Präsident Rolf Königs überzeugt. Ob der ursprünglich anvisierte Zeitplan – Fertigstellung aller Neubauten bis 2014 – eingehalten werden kann, ist noch nicht klar.
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