Mönchengladbach: Nexans: Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs
zuletzt aktualisiert: 09.04.2009Mönchengladbach (RPO). Eine Schließung des Nexans-Werkes im thüringischen Vacha könnte erhebliche Auswirkungen auf den Standort in Mönchengladbach haben. Die Belegschaft fürchtet Entlassungen oder auch eine mögliche Verlagerung ins Ausland.
"Wie die Entwicklung genau sein wird, kann niemand sagen, aber es schließt auch keiner aus", sagt Udo Hess, Betriebsratsvorsitzender in Rheydt. Er befürchtet, dass die Schließung der Auslöser für Einschnitte sein könnte. Die Rheydter beliefern Nexans in Vacha.
Im Werk an der Bonnenbroicher Straße in Rheydt tagte der Nexans-Aufsichtsrat Deutschland in einer außerdordentlichen Sitzung, um über die Zukunft des Standortes in Thüringen zu beraten. Und vor den Werkstoren protestierten rund 400 Mitarbeiter aus mehreren Standorten, hundert davon aus Vacha, gegen die Schließung. In Mönchengladbach arbeiten 650 Menschen, 160 sind derzeit in Kurzarbeit.
Auf die Mönchengladbacher Belegschaft könnten in diesem Jahr einige Änderungen zukommen: "Ende 2009 ist der Tarifvertrag erstmalig kündbar", erklärt Hess. Es sei zu befürchten, dass auch aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise "ein herber Schlag" durch Stellenabbau oder Auslagerung der Produktion auf Nexans zukommen könnte. Bereits jetzt gebe es ein Kostensenkungsprogramm. Unklar sei auch noch, wie die verbleibenden Nexans-Standorte finanziell den Wegfall des thüringischen Werkes auffangen können.
Welche Pläne und Auswirkungen die Schließung genau mit sich bringt, soll im Mai feststehen, hofft Hess. Betriebsräte und Unternehmensspitze wollen sich bis zum 19. Mai auf ein Konzept zur Erhaltung der Arbeitsplätze einigen.
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