Mönchengladbach: OB Norbert Bude wartet auf Ideen der Bürger
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 30.12.2009Mönchengladbach (RPO). Für Oberbürgermeister Norbert Bude ist 2010 ein Jahr der Entscheidungen. Sie sind nach seiner Meinung zu fällen für das geplante Einkaufscenter an der Hindenburgstraße, für die Neugestaltung des Rheydter Marktplatzes und der Rheydter Innenstadt und für eine neue Struktur für die Schullandschaft der Stadt. Die Hochschule Niederrhein müsse gestärkt, ein zukunftsweisendes Konzept für das Hauptquartier entwickelt, neue Firmen müssten in der Stadt angesiedelt werden. Bude in seinem Grußwort zum Jahreswechsel: "Eines darf aber nicht passieren: Dass wir keine Entscheidungen treffen oder aber uns auf butterweiche Kompromisse einigen, die letztendlich aber keinen Fortschritt bringen. Das ist in dieser Stadt viel zu oft passiert."
Projektgruppe eingesetzt
Der Oberbürgermeister, der Chef von rund 3000 Mitarbeitern der Stadtverwaltung ist, kündigt an, dass er das Dienstleistungsangebot der Verwaltung überprüfen lassen will. Er habe eine Projektgruppe eingesetzt, die Vorschläge erarbeitet und die Bürger nach deren Ideen fragt. "Wir wollen in 2010 endlich die notwendigen Schritte einleiten, um unsere räumliche Unterbringung neu zu ordnen", sagt Bude. Er kündigt auch an, dass nach weiteren Einsparpotenzialen gesucht wird, damit die gewaltige Schuldenlast, die Mönchengladbach drückt, verringert wird. Sie liegt derzeit bei rund 1,2 Milliarden Euro. "Ohne eine umfassende Finanzausstattung der Kommunen durch Bund und Land ist jedoch keine Lösung zu finden", sagt Bude.
Er sei sich der problematischen Situation der Stadt bewusst, werde aber niemals resignieren. Bude bekräftigt, dass er an das Potenzial und die Chancen Mönchengladbachs glaubt und eine positive Zukunft mitgestalten will: "Dazu müssen wir aber das Miteinander suchen und nicht dem kleinteiligen Egoismus und dem Gegeneinander verfallen." KOMMENTAR
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