Hells Angels und Bandidos in Mönchengladbach: Opfer in Lebensgefahr: Massenschlägerei zwischen Rocker-Banden
VON ROLAND LEROI UND NICO RÜBSTECK - zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 - 14:32Mönchengladbach (RPO). Blaulicht und Krankenwagen beherrschten in der Nacht zum Sonntag die Szenerie in der zeitweise abgesperrten Altstadt von Mönchengladbach. Bei einer Schlägerei zwischen Mitgliedern der verfeindeten Rockerbanden Bandidos und Hells Angels sind vier Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwebte am Sonntag noch in Lebensgefahr.
Eine "größere Gruppe" Bandidos sammelte sich gegen 23 Uhr auf dem Alten Markt und ging geschlossen die Waldhausener Straße hinunter, meldete die Polizei. Vor einer Diskothek im Bereich des Alten Marktes sind sie auf eine etwa gleichstarke Gruppe der Hells Angels getroffen. Bei der folgenden Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Banden ist ein Mensch durch eine Stichwunde lebensgefährlich verletzt worden. Auch am Sonntagmorgen schwebte der Mann noch in Lebensgefahr, wie RP Online erfuhr.
Der Bereich um den Alten Markt, dem Ausgeh-Viertel, wurde komplett abgeriegelt, auch die Aachener Straße war zeitweise nicht befahrbar. Die Sperrung dauerte bis in die frühen Morgenstunden. An der Theatergalerie wurde eine Rettungsdienst-Sammelstelle eingerichtet. Rund um den gesperrten Bereich hatten sich schnell viele Menschen angesammelt, die die Szenerie verfolgten. Beobachtern zufolge seien rund 20 Personen in die Schlägerei involviert gewesen.
Nach Angaben der Polizei wurden sechs Verdächtige festgenommen. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags auf. Zu welchen Gruppierungen die Festgenommenen und die Verletzten gehören, wollte die Polizei nicht mitteilen.
Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die an der Schlägerei beteiligten Personen hatten sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits getrennt und im Altstadtbereich zerstreut.
Wegen der Brisanz der Situation wurden Unterstützungskräfte aus den umliegenden Behörden angefordert, teilte die Polizei mit.
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