Mönchengladbach: Ordnungsamt warnt vor falschen Teerarbeitern
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 11.07.2008Mönchengladbach (RPO). Sie kommen in schöner Regelmäßigkeit in die Stadt und suchen sich ihre Opfer. Jetzt sind sie wieder da: britische oder irische Landfahrer, die es immer wieder mit der selben Masche versuchen. Gestern waren sie in Waldhausen unterwegs.
Sie klingeln an der Haustür und bieten an, die Garagen- oder Grundstückszufahrt zu teeren. Das städtische Ordnungsamt warnt eindringlich. „Der nächste Regenguss oder erste Frost zeigt meistens, dass die Qualität erheblich zu wünschen übrig lässt“, sagt Hans-Georg Krull, Abteilungleiter für Gewerbeangelegenheiten, „dann löst sich nämlich der ganze Belag. Und der Hauseigentümer muss nicht nur für einen neuen Untergrund sorgen, er ist auch für die Entsorgung der Teerreste verantwortlich.“ Und weil Teer Sondermüll ist, wird das teuer.
Vorsicht, Schwarzarbeit
Außerdem: Die Landfahrer hätten weder ein Gewerbe angemeldet, noch besäßen sie den nötigen Eintrag in die Handwerksrolle. Es handle sich also um Schwarzarbeiter, und wer die Arbeiter beschäftige, müsse ebenfalls mit einer erheblichen Geldbuße rechnen, warnt Krull.
In der Regel geben die betrügerischen Arbeiter an, dass sie für das Land NRW in der Nähe Teerarbeiten für Autobahnen oder Baustellen ausgeführt hätten und jetzt noch Restmaterial besäßen, dessen Vernichtung doch zu schade sei. Weil es sich eben um Restmaterial handle, könnten sie ihre Arbeit besonders billig anbieten, allerdings nur, wenn man sie sofort beschäftige. „Nach unseren Erkenntnissen verlangen die Landarbeiter 3000 bis 9000 Euro“, sagt Krull. Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes waren gestern mehrfach unterwegs, um die Landfahrer aufzuspüren. Da sie meistens mit der ganzen Familie, Lkw, Arbeitsmaschinen und Wohnwagen unterwegs sind, sucht man nun ihre „Wagenburgen“, die oft ohne Erlaubnis auf öffentlichen oder privaten Grundstücken aufgebaut sind.
Hinweise auf Männer, die Teerarbeiten anbieten, erbitten die zuständigen Ordnungsbehörden unter Tel. 02161 256287 oder 256290.
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