Mönchengladbach: Pahlkebad behält das tiefere Wasser
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 17.12.2009Mönchengladbach (RPO). Vordergründig bleibt alles beim Alten: Das Pahlkebad wird nicht zu einem familienfreundlichen Bad mit einer Wassertiefe von 1,20 Meter umgebaut. Und es behält auch seinen markanten Sprungturm. So hat es der Rat gestern Abend erwartungsgemäß entschieden.
Trotzdem wird einiges anders sein, wenn das Bad 2011 nach einer voraussichtlich sieben Millionen Euro teuren Sanierung wieder eröffnet wird. Denn wegen einer neuen Edelstahlwanne fehlen dem Zehn-Meter-Turm ein paar Zentimeter, um für Wettkämpfe zu taugen. Möglicherweise werden auch der 25-Meter-Bahn ein paar Zentimeter fehlen, um noch Wettkampfansprüchen zu genügen.
Hitzige Debatte
Das war auch der Grund, weswegen die CDU beantragt hatte, das Bad mehr auf die Bedürfnisse von Senioren und Familien zuzuschneiden. Dafür hatte es Rückenwind vom Stadtsportbund gegebenen. Eineinhalb Stunden diskutierten die Politiker im Rat hitzig über diese Frage. "Wir sollten das Bad für die Bevölkerung herrichten und nicht für eine Minderheit", argumentierte Robert Baues (CDU). Turmspringer gebe es kaum noch. Dafür steige der Bedarf nach Wassergymnastikkursen. Das dafür nötige, nur 1,20 Meter tiefe Wasser gebe es aber bald, wenn drei kleine Bäder geschlossen werden, in zu geringer Fläche. Das sieht Lothar Beine (SPD) anders: "Wir haben der Bevölkerung versprochen, das Bad zu erhalten. Und genau das tun wir jetzt auch."
Erich Oberem (FWG) verwies darauf, dass auch die Sportschwimmer in der Stadt zu ihrem Recht kommen müssten – und die könnten mit 1,20 Meter tiefem Wasser nichts anfangen. "Wir sollten das Bad sanieren und nicht kaputt sanieren", appellierte Oberem. Bernd Meisterling-Riecks (Grüne) argumentierte mit dem Alleinstellungsmerkmal Rheydts. "So etwas gibt es in NRW nur noch ganz selten." Dieses Argument unterstützte Oberem: "Wer sich Sportstadt nennt, muss den Turm mit vollen zehn Metern erhalten."
Das allerdings wird nach dem gestrigen Beschluss nicht so sein. Die oberste Sprungebene des Turms wird dann nur noch 9,60 Meter über dem Wasserspiegel liegen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.


