Mönchengladbach: Pahlkebad bleibt nicht länger auf
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 21.12.2007Mönchengladbach (RPO). Das Rheydter Pahlkebad ist nicht einsturzgefährdet und muss daher nicht sofort geschlossen werden. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Ab 7. Januar bleibt es auf jeden Fall zu – auch wenn der Rat vermutlich erst im April 2008 darüber entscheiden wird, ob das Hallenbad saniert oder neu gebaut wird. Dies ergab gestern ein Ortstermin, an dem Mitarbeiter der Stadt und der NVV AG teilnahmen. Dabei stand die Statik des Pahlkebades im Mittelpunkt: Gutachter hatten in einem Spannbetonträger eine Bruchstelle festgestellt.
Gestern machten auch Bauexperten der Stadt deutlich, dass die dringend notwendigen Untersuchungen zum Zustand des Hallendaches nicht mehr über den 7. Januar hinaus verzögert werden können. Da die Studie rund 300 000 Euro kostet und das Bad dafür längere Zeit geschlossen bleiben muss, ist eine Investition wenig sinnvoll, so lange nicht klar ist, ob das Bad für den Neubau abgerissen wird. In diesem Fall würde die Stadt das Geld für das Gutachten „in den Sand setzen“.
Die NVV AG, die für die Stadt die Betriebsführung des Bades übernommen hat, wies gestern darauf hin, dass sie rechtzeitig auf die Schäden am Dach aufmerksam gemacht hatte. Bereits im Mai wurde in einem Schreiben an den städtischen Beigeordneten Dr. Gert Fischer von den Problemen berichtet. Damals hatten Fachingenieure und städtisches Bauordnungsamt abgestimmt, diese Situation nur bis Jahresende zu dulden. Ende Oktober, Anfang November und zuletzt am Mittwoch hat die NVV AG erneut darauf hingewiesen, dass die Spannbetonbinder untersucht werden müssen. NVV-Vorstand Dr. Rainer Hellekes: „Wir haben nie andere Auskünfte gegeben.“
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.



