Mönchengladbach: Pahlkebad: Sportbund schreibt an Bude
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 15.12.2009Mönchengladbach (RPO). Der Stadtsportbund kämpft vor der entscheidenden Ratssitzung weiter dafür, dass es im sanierten Pahlkebad statt eines Zehn-Meter-Turms, der Wettkampfbedingungen genügt, einen größeren Bereich für Senioren und Kinder gibt.
Nachdem der Fachwart für Wassersport, Rudolf D. Brügge, in einem Gespräch mit den sportpolitischen Sprechern aller Parteien am Freitag noch einmal für diese Variante geworben hat, hat er nun gestern einen Brief an Oberbürgermeister Norbert Bude geschrieben. Darin bittet er darum, die Argumente des Stadtsportbundes den Ratsmitgliedern vor der Abstimmung am Mittwoch noch einmal zur Kenntnis zu geben.
Die NVV will im Auftrag der Stadt eine Edelstahlwanne in das Bad einlassen. Die verringert aber den Abstand von Wasserfläche zu Sprungturm um 40 Zentimeter. Die Differenz lässt sich zwar bei den Brettern in drei, fünf und siebeneinhalb Meter Höhe ausgleichen, nicht aber bei der Zehn-Meter-Marke. Darum hatte die CDU vorgeschlagen, den Charakter des Pahlkebads durch die nötige Sanierung zu verändern und durch eine größere Fläche mit Wasser von nur 1,20 Meter Tiefe mehr Raum für Schwimm- und Gesundheitskurse zu schaffen. "Genau diese Fläche fehlt den Vereinen im Moment am meisten", sagt Brügge. Dagegen habe die Zahl der Sportler, die den Turm brauchen, abgenommen. "Die Entwicklung ist weiter gegangen", so Brügge.
Doch die Chancen, dass der Vorschlag umgesetzt wird, sind offenbar gering. Die FWG hält den Vorschlag der CDU "für kompletten Blödsinn". Auf die Art werde das Pahlkebad kaputt saniert. Man dürfe die sportliche Nutzung nicht zunichte machen, findet Erich Oberem, Fraktionsvorsitzender der FWG. "Die Sportler brauchen das Bad. Es soll saniert werden und nicht eine völlig andere Ausrichtung bekommen", so Oberem. SPD, Grüne und FDP berieten sich gestern am Abend zu dieser Frage.
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