Mönchengladbach: Piratenpartei mit erster Crew am Niederrhein
VON ELLEN SCHLÜTTER - zuletzt aktualisiert: 12.09.2009Mönchengladbach (RPO). Das Interesse an der Piratenpartei keimte in Mönchengladbach – wie vielerorts – vor allem durch ihr Internetforum auf. Sowieso spielt bei den meisten Geschehnissen und Aktionen der Piratenpartei das Internet eine große Rolle. So werden Aktionen koordiniert, über Kernpunkte der Parteiarbeit diskutiert. Im Juni gab es das erste Treffen für Interessierte. Am 9. Juli gründete sich mit den "Nierspiraten" die erste Piraten-Crew am Niederrhein.
Statt Ortsverbänden gibt es in der Piratenpartei Crews – Gruppen von maximal neun Personen. "Das ist wichtig, weil wir basisdemokratisch arbeiten", erläutert Nico Kern (36), der gemeinsam mit Steffen Kamphoff (28) Sprecher der Nierspiraten-Crew ist. "Weil alles diskutiert wird, und die Entscheidungen einstimmig sein müssen, wäre das sonst kaum machbar."
Bürgernahe Mitmach-Politik unter dem Motto "Klarmachen zum Ändern" haben sich die Piraten auf die Fahne geschrieben. Dass man sich schnell engagieren kann, sieht Kamphoff als Vorteil gegenüber den etablierten Parteien – er selbst war vorher Mitglied einer anderen Partei, fühlte sich dort jedoch nicht vertreten. "Das Erfolgsrezept ist, dass jeder direkt mitwirken kann."
Das Parteiprogramm befasst sich mit Fragen des Datenschutzes, staatlicher Transparenz und Bürgerrechten. "Unser zweites großes Thema ist Bildung", betont Kern. Dass zu Wirtschafts- und Sozialfragen Positionen folgen, sei eine Frage der Zeit. Statt eines "Schnellschusses" befassten sich Arbeitsgruppen mit durchdachten Konzepten. Die "Partei für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter", wie Rechtsanwalt Kern sie charakterisiert, rechnet sich durchaus Chancen bei der Bundestagswahl aus.
Stammtisch Jeden zweiten Donnerstag und jeden vierten Montag im Monat im St. Vith, Am alten Markt 6, 20 Uhr
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