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Mönchengladbach: Polizei baut neu – aber wo?

VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 06.07.2009

Mönchengladbach (RPO). In Neuwerk oder doch anderswo: Es ist nicht mehr sicher, dass ein neues Polizeipräsidium an der Krefelder Straße entsteht. Planer sprechen von einer "schöpferischen Pause". Kommt die Niederrhein-Kaserne erneut ins Gespräch?

Die Polizei soll ihr jetziges Präsidium an der Theodor-Heuss-Straße aufgeben.  Foto: RPO
Die Polizei soll ihr jetziges Präsidium an der Theodor-Heuss-Straße aufgeben. Foto: RPO

Das neue Polizeipräsidium soll an der Krefelder Straße in Neuwerk entstehen. Mit dieser Vorgabe beschäftigt sich die Duisburger Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes (BLB) seit zwei Jahren.

Ein 40 000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Dammer Straße und Landesstraße 390 ist gekauft, mehr als die Hälfte des Areals ist für die Polizei vorgesehen. So ist die offizielle Version. Doch es mehren sich die Stimmen, die das Projekt scheitern sehen.

Derzeit ist oft von einer "schöpferischen Denkpause" die Rede. Das BLB teilt auf Anfrage mit, dass in Workshops derzeit Planungsmodelle entwickelt werden. Ein Insider spricht es dagegen offen aus: "Der offizielle Sprachgebrauch ist: Die Polizei zieht nach Neuwerk. Inoffiziell heißt es: An Alternativen wird längst gearbeitet."

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Parkplatz-Probleme

Stellplätze Um die Zahl der Stellplätze hatte es bereits im Vorfeld ein erhebliches Gerangel gegeben. 310 Stellplätze sind geplant. Nach Meinung von Politikern ist das zu wenig.

Spitz gerechnet Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb hält eine Ausweitung der Stellflächen für nicht gerechtfertigt. Das Projekt sei "spitz gerechnet".

Zu wenig Das ist auf jeden Fall zu wenig, wenn das komplette Präsidium umzieht.

Zum Hintergrund: Die Polizei soll ihr jetziges Präsidium an der Theodor-Heuss-Straße aufgeben. Ein Großteil der Bauten stammt aus dem Jahr 1938 und entspricht nicht mehr den heutigen Standards.

Außerdem ist für manche Abteilungen die Lage in der City eher hinderlich: Wenn etwa die Einsatz-Hundertschaft ausrückt, sind Theodor-Heuss-Straße und Bismarckstraße mit einem Mal dicht. Ein Umbau würde außerdem teuer und schwierig, weil die Altbauten unter Denkmalschutz stehen.

Als Alternativen wurde in der Planungs-Startphase die leer stehende Niederrheinkaserne gehandelt. Bund und Land konnten sich aber nicht über den Kaufpreis einigen. Der Neuwerker Standort liegt strategisch günstig, weil die Autobahnen 52 und 44 in der Nähe sind.

Warum ist dann trotzdem Sand ins Getriebe geraten? Dies liegt zum einen daran, dass ein Teil des Geländes für ein Autohaus gedacht war. Dies hätte Geld in die Kasse gebracht. Doch die Finanzkrise und die damit einher gehende ungünstige Situation in der Autobranche lässt mögliche Investoren von diesen Überlegungen zurzeit Abstand nehmen.

Dass ein Autohaus momentan kein Thema ist, bestätigt auch Lutz Grimsel, stellvertretender Leiter der Duisburger BLB-Niederlassung: "Es gibt andere Interessenten. Das Polizeipräsidium ist dadurch nicht gefährdet." Der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges sagt dagegen: "Das Projekt ist bedroht, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr stimmt."

Tatsache ist, dass der neue Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre eine große Lösung bevorzugt: Wenn schon umgezogen werden muss, dann soll die Polizei den Standort Theodor-Heuss-Straße ganz verlassen. Sein Vorgänger Dr. Walter Büchsel wollte die Wache am alten Standort belassen. Tirres Wunsch ist aber für die 14,5 Millionen, die für das Projekt zur Verfügung stehen, nicht zu verwirklichen. "Deshalb wird nun auch über Renovierung oder Teilneubau am jetzigen Standort nachgedacht", sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Post. Er sagt aber auch: "Ich bin zuversichtlich, dass sich die große Lösung an der Krefelder Straße verwirklichen lässt." Kommentar

Quelle: RP

 
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