Mönchengladbach: Polizei klärt Überfallserie auf Spielhallen auf
zuletzt aktualisiert: 02.12.2010 - 12:23Die Polizei hat die Serie von Raubüberfällen auf verschiedene Spielhallen im Mönchengladbacher Stadtgebiet aufgeklärt. Vier Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren sollen für die bewaffneten Überfälle Ende November verantwortlich sein.
Die Ermittler der Kommission "Royal" hatten schnell Erfolg. Hinweise aus der Bevölkerung, die aufgrund entsprechender Fahndungsaufrufe in den Medien eingingen, aber auch eigene Erkenntnisse brachte die Polizei auf die Spur der vier Tatverdächtigen.
Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen. Festgenommen wurden die Vier am Dienstag und am Mittwoch. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden Beweismittel wie Kleidung und ein kleiner Rest des erbeuteten Geldes gefunden und sichergestellt.
Zwei der festgenommenen Heranwachsenden räumten bisher die räuberischen Erpressungen ein. Das Quartett soll im Zeitraum ab dem 1. August die Spielhallen an der Eickener Straße, der Erzberger Straße und der Bozener Straße überfallen haben.
Mit dem Gesetz sind die vier Tatverdächtigen alle schon einmal in Konflikt geraten: Sie sind wegen Körperverletzung und Diebstählen vorbestraft. Da alle arbeitslos sind und über keine Einkünfte verfügen, begingen sie die räuberischen Erpressungen zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes.
"Erschreckend ist", so Helmut Gaden, Leiter der Ermittlungskommission, "dass sich bei den Vernehmungen herausstellte, dass keiner der jungen Männer einen Gedanken daran verschwendet hat, was für eine schwere Straftat er begangen hat, geschweige denn, was sie ihren Opfern, den überfallenen Spielhallenaufsichten, damit angetan haben."
Die vier Tatverdächtigen wurden am Mittwoch einem Jugendrichter vorgeführt. Dieser ordnete für drei von ihnen Untersuchungshaft an. Der Haftbefehl gegen den vierten Festgenommenen wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.
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