Mönchengladbach: Polizei klärt zwei Raubüberfälle auf
zuletzt aktualisiert: 04.09.2009 - 13:41In der vergangenen Woche war es im Stadtteil Rheydt gleich zu zwei Raubstraftaten gekommen. Die Polizei konnte beide Überfälle aufklären. Täter und Opfer waren in beiden Fällen Jugendliche, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit.
Am Montagnachmittag war ein 14-jähriger Schüler gegen 17 Uhr auf dem Heimweg, als er an der Ecke Mühlen-/Friedhofstraße von zwei Jugendlichen angesprochen wurde. Sie drohten ihm Schläge an, wenn er nicht seine Wertsachen aushändigen würde.
Sie durchsuchten den Jungen und klauten ihm Handy und iPod. Das Opfer konnte die beiden Tatverdächtigen sehr gut beschreiben, sodass die Kriminalpolizei sie schnell ermitteln konnte. Einer war ihnen bereits bekannt. Er wurde, als er noch in Mönchengladbach wohnhaft war, im Projekt "Jugendlicher Intensivtäter" (JIT) geführt. Der 15-Jährige war jedoch zwischenzeitlich umgezogen.
Auch an seinem neuen Wohnort war er bereits der Polizei durch ähnliche Straftaten aufgefallen. Sein Mittäter war ein 17-jähriger aus Mönchengladbach. Er legte bei seiner Vernehmung ein umfassendes Geständnis ab.
Bruder wollte Intensivtäter schützen
Am Dienstagmittag kam es auf dem Schulhof in Mülfort gegen 13 Uhr zunächst zu einer Schlägerei zwischen einem 16-jährigen Schüler und drei Jugendlichen. Im Zuge der gewalttätigen Auseinandersetzung entwendeten die drei dem Geschädigten das Portemonnaie und seinen iPod. Danach flüchteten sie.
Zeugenaussagen und Ermittlungen des Kommissariates für Jugendkriminalität führten schnell zu einem konkreten Tatverdacht gegen einen 17-Jährigen, der ebenfalls im Projekt "JIT" geführt wird. Noch während der Ermittlungen erschienen drei Jugendliche bei der Kriminalpolizei und gaben sich als die gesuchten Täter von Mülfort aus.
Dabei war auch der Bruder des bekannten Intensivtäters. Er hatte sich die Frisur seines Bruder zugelegt, um diesen zu decken. Nach Belehrung der Polizei nahm er seine Falschaussage jedoch zurück. Er habe seinen Bruder decken wollen, da er befürchtete, dass der Intensivtäter aufgrund weiterer noch offener Strafverfahren wesentlich härter bestraft werden könnte. Die drei Jugendlichen wurden nach ihrer Vernehmung entlassen.
Die beteiligten Behörden prüfen zurzeit, ob für den 17-jährigen Intensivtäter jetzt Untersuchungshaft beantragt werden soll.
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