Mönchengladbach: Polizei lobt Bürger für ihre Zivilcourage
zuletzt aktualisiert: 04.01.2010Mönchengladbach (RPO). Zur besonderen Freude der Polizei war das vergangene Jahr geprägt von der Selbstlosigkeit vieler Mönchengladbacher Bürger. Bereits im Frühjahr konnten Passanten einen sexuellen Übergriff auf ein 17-jähriges Mädchen verhindern.
Mutig und ohne jedes Zögern rissen sie einen Mann von dessen Opfer los und hielten ihn fest bis die Polizei eintraf. Dank dieser selbstlosen Tat ist der jungen Frau eine furchtbare Erinnerung erspart geblieben.
Nachbarn griffen ein
Im Februar retteten ein Nachbarn einer 29-Jährigen das Leben. Ihr Ex-Freund hatte kurz zuvor die Wohnungstür eingetreten und war sofort auf die Frau losgestürmt. Der 34-Jährige würgte die Frau, bis sie keine Luft mehr bekam. "Wir gehen davon aus, dass das Opfer gestorben wäre, wenn nicht Nachbarn beherzt eingegriffen hätten", sagte Polizeisprecher Willy Theveßen nach der Tat.
Anwohner waren durch den ohrenbetäubenden Lärm aufmerksam geworden. Mit vereinten Kräften gelang es zwei Nachbarn, die Frau von dem Rasenden zu befreien. Nach einer Nacht im Krankenhaus konnte die 29-jährige Mutter wieder in ihre Wohnung zurückkehren.
Auch in den Sommermonaten bewiesen aufmerksame Zeugen, dass es noch Zivilcourage gibt. In Lürrip gerieten im Juni zwei Angetrunkene in einen Streit. Einer der beiden Männer zog plötzlich ein Messer und stach auf seinen Bekannten ein. Sofort ging ein 43-Jähriger dazwischen, entriss dem Angreifer das Messer und konnte ihn mit Hilfe eines weiteren Mutigen der Polizei übergeben.
Der November zeigte abschließend, dass die Hilfsbereitschaft nicht nachgelassen hat. Ein Passant rief sofort einen Krankenwagen, als er auf der Marienstraße einen Mann fand, der stark am Kopf blutend auf dem Gehweg lag. Täter konnten zu diesem Zeitpunkt nicht ausfindig gemacht werden.
Da dem 56-jährigen Opfer die Geldbörse fehlte, ging die Polizei schnell von einem Raubüberfall aus. Zur Freude der Ermittler benutzen die vermutlichen Täter die EC-Karte des Opfers und konnten von der Überwachungskamera der Bank aufgenommen werden. Der Polizei war einer der Täter bestens bekannt, es handelte sich um einen 16-Jährigen.
Durch ihn konnten zwei weitere Jugendliche ermittelt werden, die an der Tat beteiligt waren. Hätte der Passant nicht so schnell reagiert, hätte dieser Übergriff für den Mann weitaus schlimmer enden können.
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