Mönchengladbach: Polizei nimmt sieben Intensivtäter fest
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 24.02.2009Mönchengladbach (RPO). Fünf jugendliche Intensivtäter aus Mönchengladbach werden die Karnevalstage möglicherweise hinter Gittern verbringen. Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss hat am frühen Sonntagmorgen insgesamt sieben junge Männer festgenommen, die zwei Jugendliche beraubt, geschlagen und getreten haben.
Wie Polizeisprecher Hans-Willi Arnold gestern mitteilte, waren seine Kollegen gegen 3.20 Uhr zum Korschenbroicher Bahnhof gerufen worden. Dort hatten drei der jungen Täter aus Mönchengladbach zwei 17-jährige Kleinenbroicher beraubt. Die Opfer der Straftat sagten später bei der Polizei aus, dass sie sich von einer Karnevalsfreier aus auf dem Heimweg befanden, als sie zunächst auf der Robert-Bosch-Straße in Korschenbroich von drei Männern nach einem Handy gefragt wurden.
Das Trio erklärte, es wolle sich ein Taxi rufen. Nach dem Anruf weigerten sich die Täter jedoch, das Handy zurück zu geben. Laut Polizeisprecher Arnold ging daraufhin ein Mann dazwischen, der Zeuge des Vorfalls geworden war. Dank seines Einsatzes erhielten die Kleinenbroicher das Handy wieder zurück.
Getreten und geschlagen
Kurze Zeit später trafen die Kleinenbroicher dann am Korschenbroicher Bahnhof erneut auf die drei Täter, die nun aber noch von vier weiteren jungen Männern unterstützt wurden. Die sieben schlugen und traten nun gemeinsam auf die beiden Opfer ein. Dann stahlen sie ihnen eine Geldbörse und Zigaretten.
Der verständigten Polizei gelang es kurz darauf, die sieben jungen Täter festzunehmen. Bei den Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass es sich bei den Männern um jugendliche Intensivtäter aus Mönchengladbach im Alter zwischen 17 und 20 Jahren handelt. An dem Ort, an dem die Täter festgenommen worden waren, fanden die Beamten dann auch die zuvor gestohlenen Zigaretten sowie die Geldbörse wieder.
Während zwei Jugendliche noch in der Nacht aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen wurden, wurden die anderen fünf Tatverdächtigen am Montagnachmittag einem Haftrichter vor geführt, der über den zukünftigen Aufenthaltsort der Jugendlichen entscheiden wird.
Die Ermittler der Kaarster Kriminalpolizei suchen derzeit noch nach dem Mann, mit dessen Hilfe die erste Straftat, der versuchte Handydiebstahl, verhindert werden konnte. Er wird gebeten, sich unter Tel. 02131 3000 zu melden.
Erst am vergangenen Freitag hatte ein Richter einen 17-jährigen Intensivtäter aus Rheydt in Untersuchungshaft geschickt. Nachdem der junge Mann mehrfach Jugendliche abgezogen hatte, musste er zur Polizei-Vernehmung. Nur wenige Stunden später raubte der Täter erneut einen 13-Jährigen aus.
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