Mönchengladbach: Polizei plant für Risiko-Derby
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 11.03.2011Mönchengladbach (RPO). Heute soll der Termin für das Derby Gladbach gegen Köln bekannt gegeben werden. Borussia und Polizei hoffen, dass nachmittags gespielt wird. Denn die Partie gilt als Hochrisikospiel. Viele Sicherheitsvorkehrungen sind geplant.
8., 9. oder 10. April? Wann genau die Borussia auf den 1. FC Köln trifft, ist noch nicht bekannt. Die Begegnung ist noch nicht terminiert. Denn für die Planung des 29. Spieltages sollte erst Schalkes Abschneiden in der Champions League abgewartet werden. Polizei und VfL hoffen auf ein Nachmittagsspiel. "Für eine solche Begegnung ist es sicher wünschenswert, wenn sie am helllichten Tag stattfindet", sagt Borussias Sprecher Markus Aretz.
Flächendeckendes Alkoholverbot
Auch wenn die letzten Bundesliga-Partien zwischen Köln und Mönchengladbach relativ friedlich ausfielen, die Begegnungen zwischen den beiden gelten immer als hochbrisant. Deshalb hätte die Polizei am liebsten, wenn das Spiel an einem Sonntag stattfinden würde. "Da ist wenig Verkehr, und wir können uns ganz auf die Sicherheit der Fans konzentrieren", sagt Polizeisprecher Willy Theveßen. Beim letzten Heimspiel Mönchengladbach gegen Köln im Oktober 2009 hatte es in der Vitusstadt ein noch nie da gewesenes Sicherheitspaket gegeben. Weil Kölner Fans zuvor einen Banner der Gladbacher Ultras gestohlen und diesen bei dem Derby in der zweiten Liga triumphierend demonstriert hatten, war die Situation zwischen den rivalisierenden Fangruppierungen eskaliert. Hooligans aus beiden Lagern beschimpften sich im Internet mit Hassparolen, und die Polizei rechnete mit dem Schlimmsten. Deshalb wurde ein flächendeckendes Alkoholverbot verhängt. Rund 2000 Polizisten riegelten Bahnhöfe und Straßenzüge ab. Stundenlang kreisten Hubschrauber in der Luft. Rund 150 Hooligans durften gar nicht erst in die Stadt. Und Köln-Fans wurden schon in ihrer Heimatstadt am Bahnhof kontrolliert.
Das Sicherheitskonzept der Polizei ging auf. Es kam zu keinen großen Ausschreitungen. Auch für das kommende rheinische Derby soll es besondere Vorkehrungen geben. "Es hat schon Gespräche mit der Bundespolizei und den Kölner Kollegen geben", sagt Theveßen. Näheres wollte er noch nicht gekannt geben. Das sei alles noch in Planung. Über ein Alkoholverbot in irgendeiner Form werde aber sicher wieder nachgedacht. Nach RP-Informationen überlegt die Polizei auch, ob sie erneut Wasserwerfer anfordert.
Markus Aretz erwartet keine Ausschreitungen bei der Begegnung mit Köln, auch wenn es bei den Partien auf den Rängen immer hochemotional zugeht. Schließlich ist der rheinische Gegner so etwas wie ein Erzrivale. Doch offensichtlich ist das der besondere Reiz. Die Spiele gegen Köln sind immer ausverkauft – trotz Top-Zuschlags.
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