Mönchengladbach: Polizeipräsidium: Im Herbst wird gebaut
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 30.01.2010Mönchengladbach (RPO). Ab Herbst soll das neue Polizeipräsidium an der Krefelder Straße in Neuwerk gebaut werden. Dies teilte das NRW-Finanzministerium dem CDU-Landtagsabgeordneten Norbert Post mit. Allerdings wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) das Projekt in der Version bauen, wie es die Planer bereits 2007 konzipiert hatten.
Das bedeutet: Nicht die komplette Polizei zieht um, Wache und mehrere Kommissariate bleiben an der Theodor-Heuss-Straße. Ein Teilbereich des 40 000 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen Dammer Straße und Landesstraße 390 kann dann noch verwertet werden. 2007 wollte ein Investor auf diesem Gelände ein Autohaus bauen.
Dass zwischenzeitlich soviel Sand ins Getriebe gekommen war, hatte mehrere Gründe. So zweifelten Neuwerks Politiker zunächst an, dass 220 Stellplätze und 70 Parkplätze für die Polizei-Beschäftigten ausreichten. Sie verlangten eine Aufstockung der Plätze, was die errechneten Kosten von 14,5 Millionen Euro weiter nach oben getrieben hätte.
Dann kam der Wechsel an der Spitze der Mönchengladbacher Polizei. Dr. Walter Büchsel galt als Verfechter der kleinen Lösung und wollte die Wache an der Theodor-Heuss-Straße lassen. Sein Nachfolger Hans-Hermann Tirre brachte einen Komplettumzug ins Gespräch. Denn weite Teile des jetzigen Polizeipräsidiums stammen aus dem Jahr 1938 und entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Das Grundstück, das der BLB bereits gekauft hat, ist so groß, dass die Polizei hätte in voller Stärke untergebracht werden können. Allerdings wäre das geplante, dreigeschossige Gebäude nicht groß genug. Die Duisburger BLB-Niederlassung, die das Projekt betreut, rechnete neu und winkte ab: Ein größeres Haus sei nicht bezahlbar.
Fraglich ist nur, ob der BLB einen Käufer oder Mieter für die Restfläche findet. Das ist wichtig, um die 14,5 Millionen Euro Baukosten zu finanzieren.
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