kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Mönchengladbach: Polizist ließ sich bestechen

VON INGRID KRÜGER - zuletzt aktualisiert: 16.01.2009 - 17:25

Wegen Bestechung eines Amtsträgers stehen seit Freitag zwei Ex-Geschäftsführer eines Inkasso-Büros in Gladbach vor Gericht. Die Männer sollen außerdem Zuträger des Bundesnachrichtendienstes (BND) gewesen sein.

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Autoherstellern gestärkt.  Foto: ddp, ddp
Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Autoherstellern gestärkt. Foto: ddp, ddp

Ein Beamter der Mönchengladbacher Autobahnpolizei (46) wurde im Juni 2008 wegen Bestechlichkeit in 47 Fällen zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt. Für die beiden Mitangeklagten, einen Landwirt aus Hambühren (47) und einen Kaufmann aus Essen (46), begann das juristische Nachspiel Freitag vor dem Mönchengladbacher Schöffengericht. Zur Tatzeit (2004) waren die beiden als Geschäftsführer eines Inkasso-Unternehmens in Salzburg tätig. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft vor, den bereits verurteilten Polizeibeamten in 47 Fällen gewerbsmäßig bestochen zu haben.

Massive Sicherheitsmaßnahmen

Der Beamte überprüfte im polizeilichen Informationssystem Daten von säumigen Schuldnern. Die ebenfalls angeklagten Auftraggeber bezahlten den Mönchengladbacher für die illegalen Recherchen. Der wurde bestraft und suspendiert. Wegen des möglichen geheimdienstlichen Hintergrundes war der Prozessbeginn von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Nach einem Bericht in einer deutschen Illustrierten wurde bekannt, dass die früheren Detektei-Besitzer für den BND tätig gewesen sein sollen. Die beiden Angeklagten, deren Inkasso-Unternehmen inzwischen in Konkurs gegangen ist, widersprachen nicht.

Bereits im Vorfeld forderten die Anwälte der Männer eine Verfahrenseinstellung: „Aus außerstrafrechtlichen Gründen seien die Mandanten gehindert, sich umfassend zu verteidigen”. Die Staatsanwaltschaft lehnte ab. Den Antrag der Verteidiger, aus dem gleichen Grund unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu verhandeln, wies das Schöffengericht zurück.

Das große Schweigen

Freitag wurde bekannt, dass der BND die Angeklagten von der Verschwiegenheitspflicht entbunden hat. Trotzdem schwiegen die Angeklagten. Dagegen verlas der Staatsanwalt eine Stunde lang die umfangreiche Anklageschrift. Der bereits verurteilte Polizist , der aus gesundheitlichen Gründen seit September 2003 nur noch zur 50 Prozent im Dienst war, hatte in einer Zeitungsanzeige eine Nebentätigkeit gesucht.

Die Inkasso-Betreiber meldeten sich. Der 46-Jährige sollte Daten und Aufenthaltsort von Schuldnern ermitteln und dabei Informationen aus polizeilichen Systemen besorgen. Dass das illegal ist, war den Beteiligten offenbar klar. Dass der Polizist den Job ernst nahm, wurde den Zuhörern schnell klar.

Mit Bemerkungen wie „Der Mann ist als Drogenkonsument bekannt, dessen Ehefrau fährt einen blauen VW, der Mann ist gewalttätig oder mit seiner Kriminalakte kann der Mann eine ganze Wohnung tapezieren”, bediente er die Auftraggeber. Für jede Recherche erhielt der Beamte 30 Euro. Mit dessen Zeugenaussage wird der Prozess fortgesetzt.


 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Stadt duldete Bayer-Spiele nur

Leverkusen

Stadt duldete Bayer-Spiele nur

Bayer 04 durfte die Saison in der BayArena nur beenden, weil man vor Monaten im Hinblick auf das umstrittene Dach auf Anordnung der Stadt zu ... mehr 

Grüne in Angst um Eltenberg

Emmerich

Grüne in Angst um Eltenberg

Die Grünen sehen die neuen Betuwe-Pläne für Elten, speziell die Verlegung der B 8 an den Eltenberg, mit Sorge. Sie fürchten einen "bedeutend ... mehr 

Video

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Aus der Nachbarschaft

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

Während die Politik öffentlich noch über den Verbleib Griechenlands im Euro streitet, wird eine Neuauflage der alten griechischen Nationalwährung offenbar schon gedruckt. Von Thomas Reisener  mehr

 

Fortuna Düsseldorf

"Ab jetzt ist Freude befohlen"

 

Stürmer für Borussia Mönchengladbach

De Jong hat noch keinen Favoriten

 

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

 
Meistkommentiert

Kommentar

Mutig, aufrichtig, Gauck

Der Bundespräsident habe keine Macht, sondern verfüge nur über das Wort, heißt es geringschätzig über das höchste Amt im Staat. Zu Unrecht, wenn der Bundespräsident Joachim Gauck heißt. von sven gösmann  mehr

 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Undercover-Recherche

GLS weist Wallraff-Vorwürfe zurück

 
 
Mehr nachrichten aus Mönchengladbach
10704226407.jpg

Mönchengladbach

Gladbach wird zur Kulisse für Kinofilm

Die Schauspieler Moritz Bleibtreu, Patricia Arquette oder Michael Gwisdek könnten Ihnen derzeit an der Kaiser-Friedrich-Halle begegnen. Denn eine Altbauwohnung in Nähe der KFH ist Drehort des Films „Mein Freund Vijay“. mehr

 
Richter Helmut Hinz sprach gestern im Landgericht das Urteil. Unter anderem hatte die Betreuerin vom Geld der Senioren Schmuck gekauft.

Mönchengladbach

Vier Jahre Haft für Betreuerin

Sie kaufte Stöckelschuhe, Schmuck, Reizwäsche und Gewaltvideos: Jahrelang bereicherte sich eine Berufsbetreuerin am Vermögen von gebrechlichen Senioren. Am Donnerstag, 31. Mai, gab es dafür vom Landgericht die juristische Quittung. VON INGRID KRÜGER  mehr

 

Mönchengladbach

Eingreifen oder nicht?

 

Mönchengladbach

Fünf Fakten zur Umweltzone

 

Mönchengladbach

Babysitter aus aller Welt

 
 
Anzeige:
Restaurant-Tipps für M. Gladbach


Bilder aus Mönchengladbach
 

RP ONLINE-Seminarreihe

So werden Sie bei Google gefunden

bornewasser.jpg

Unsere kompetenten Referenten zeigen Ihnen die Tricks der Suchmaschinen und sorgen dafür das Sie besser und schneller gefunden werden. mehr 

Familienanzeigen
TOP-SERVICES
Regio Extras