Mönchengladbach: "Pro NRW": Weniger Ausländer an Schulen
zuletzt aktualisiert: 07.05.2009Mönchengladbach (RPO). Nicht mehr als 30 Prozent Ausländeranteil an Grundschulen, keine "Überfremdung" an Hauptschulen und die Abschiebung gewalttätiger jugendlicher Ausländer – das sind einige der Forderungen, mit denen die rechtspopulistische Bürgerbewegung "Pro NRW" in Mönchengladbach punkten will. Die Partei, die wegen des Verdachts rechtsextremer Betätigung unter Beobachtung des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes steht, hat am vergangenen Wochenende einen Kreisverband Mönchengladbach/Viersen gegründet. Gestern präzisierte die stellvertretende Vorsitzende, die Mönchengladbacher Unternehmensberaterin Renate Willms, ihre politischen Vorstellungen.
Darunter sind einige Thesen und Forderungen, die zu den Klassikern von extrem rechten Gruppierungen gehören. Etwa die nach härterem Durchgreifen gegen kriminelle Ausländer. "Bei Tätern aus einem anderen Kulturkreis ist oftmals, gerade leider auch bei jugendlichen Ausländern, eine nicht hinnehmbare andere Einstellung zur Gewalt feststellbar", so Willms. Die Lösung heiße konsequente Abschiebung. "Viele Gutmenschen meinen immer noch, dass eine Reintegration von schwerstkriminellen Ausländern nötig und möglich ist", so Willms weiter.
In Kindergarten und Grundschule müsse die Förderung der deutschen Sprache oberste Priorität haben. Seien zu viele ausländische Kinder an einer Schule, sei kein vernünftiger Unterricht mehr möglich. Hauptschulen müssten gefördert werden. "Dafür ist allerdings erforderlich, dass die Hauptschulen nicht durch Überfremdung zu einer auch durch Sprachlosigkeit verursachten Resteschule oder Verwahranstalt verkommen", so Willms.
"Pro NRW" habe auch die Bürgerinitiative in Giesenkirchen unterstützt, sagt Willms. "Mitglieder waren entscheidend aktiv dabei."
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