Mönchengladbach: Ratgeber zur Geisternacht
VON ANDREAS GRUHN UND RITA ROMMERSKIRCHEN - zuletzt aktualisiert: 28.10.2009Mönchengladbach (RPO). Allerheiligenabend – nichts anderes bedeutet Halloween: Der Brauch ist mittlerweile auch in Mönchengladbach Tradition geworden. Wir sagen, wo in blutrotem Wasser geschwommen wird, wie ein Kürbis zur hässlichen Fratze wird und was zu tun ist, wenn Eier gegen Fenster fliegen.
gesamtstadt Halloween ist das Fest des Gruselns. In den USA ist es schon lange guter Brauch, Nachbarn zu erschrecken und dafür mit Süßigkeiten belohnt zu werden. Am Samstag wird auch in Gladbach gefeiert. Das gibt es zu erleben:
Spannendes Bei einer Kinder-Grusel-Tour können an Halloween Kinder als Fledermäuse verkleidet bei einer Stadttour spannende Abenteuer erleben. Neben vielen Geschichten rund um's Thema Halloween gibt es überall in der Altstadt Abenteuer zu erleben. Beginn der Stadttour ist am Samstag um 16.30 Uhr, Treffpunkt am Schild "Stadt-Touren" am Geroweiher um 15 Uhr. Die Grusel-Tour dauert etwa eineinhalb Stunden und kostet für Kinder acht Euro (inklusive Verkleidung und Malbuch) und für Erwachsene 4 Euro. Das Johannes-Giesen-Haus in Odenkirchen bietet einen gruseligen Abend an. Von 18 bis 20 Uhr werden Kindern ab 10 Jahren nicht nur ein Hexentanz und ein Ekelbuffet geboten, sondern auch spannende Geschichten und Rätselstorys, die es zu lösen gilt. Im Vitusbad wird in der "gruseligsten Nacht des Jahres" auch einiges geboten: Verkleidete Dämonen, Gespenster und Vampire tanzen zu HipHop und Techno, und die Besucher können ein Bad in blutrotem Wasser nehmen. Beginn ist um 18.30 Uhr, der Eintritt kostet 6 Euro.
Saures Streiche sind in Ordnung, sagt Hans-Georg Krull vom Ordnungsamt. Aber er hat festgestellt: "In vielen Fällen ist der Respekt vor Eigentum verloren gegangen." Das bedeutet: Zu Halloween werden mittlerweile nicht selten Eier auf Häuser geschmissen, Außenlampen zerstört, Häuserwände beschmiert, oder Autos zerkratzt. Das ist nichts anderes als Sachbeschädigung. Wer betroffen ist, sollte Anzeige erstatten. Auch allzu dringliche Nachfragen nach Süßigkeiten müssen nicht sein. Im vergangenen Jahr zählte die Leiststelle der Polizei 131 Einsätze, und in den meisten Fällen lautete das Einsatzstichwort: Unfug. "Wir sind auf mehr Einsätze vorbereitet", sagt Polizeisprecher Willy Theveßen. Ebenso wird der Kommunale Ordnungsdienst unterwegs sein. Das Ordnungsamt wird auch verstärkt Partys kontrollieren, weil Jugendliche dort immer mehr Alkohol trinken.
Hässliches Ein Kürbis vor die Haustür – das muss es zu Halloween schon sein. Aber nicht jeder Kürbis ist dafür geeignet, sagt Sabine Lingen vom Kürbishof Lingen in Winkeln. Die Sorten Racer, Big Max und Howden sind schön groß und orange. Als Erstes mit einem Messer den Deckel abschneiden, dann mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausnehmen, anschließend mit einem Filzstift eine hübsch-hässliche Fratze aufmalen und ausschneiden. Zum Schluss eine Kerze oder ein größeres Teelicht hinein. Das Ganze aber höchstens zwei Tage vor Halloween tun, der Kürbis soll ja frisch bleiben. Das Fruchtfleisch nicht wegschmeißen, denn damit kann man noch folgendes tun:
Deftiges Kürbissuppe kochen. Das geht so: Porree, Möhren, Sellerie, eine dicke Zwiebel und das Fruchtfleisch des Kürbis zerkleinern und in einer Brühe 30 Minuten garkochen. Die Masse fein pürieren, mit süßer Sahne und einem Stich Butter verfeinern und mit Salz, Pfeffer und etwas Chilli abschmecken. Auf Tellern anrichten, mit gerösteten Kürbiskernen bestreuen und mit Kürbiskernöl beträufeln.
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