Mönchengladbach: Ratten legen Ampeln lahm
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 16.04.2010Mönchengladbach (RPO). Gleich auf mehreren Hauptverkehrsstraßen müssen Autofahrer zurzeit besonders viel Geduld aufbringen. An der Limitenstraße sind Ratten schuld für den allmorgendlichen Stau. Und an der Bahnstraße ist's einen Irrtum.
Seit zwei Tagen ist sie kaputt: die Ampelanlage an der Kreuzung Limitenstraße/Hauptstraße. Das sorgt vor allem im Berufsverkehr für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Zum Teil stauen sich die Fahrzeuge bis zur Hochschule. Denn zur Sicherung der Kreuzung wurden gleich mehrere Abbiegespuren durch rot-weiße Baken abgetrennt.
Wiederkehrende Plage
Schuld an der Misere sind gefräßige Nagetiere. Ratten knabberten verschiedene Leitungen der Signalanlage an und legte sie somit lahm. Die Tiere müssen ganze Arbeit geleistet haben.
Denn auch gestern war noch nicht klar, wann die Reparaturarbeiten beendet sein würden. Immer wieder werden bei Probeläufen neue Störunge entdeckt. "Die Techniker bemühen sich, so schnell wie möglich den Fehler zu beheben", erklärte gestern Stadtsprecher Walter Schröders. Mittlerweile sei auch der Kammerjäger eingeschaltet, der Köder ausgelegt habe. Schröders: "Wir hoffen, dass wir der Plage jetzt Herr werden."
Das Problem Rattenfraß an Ampeln ist nicht selten. An der gleichen Stelle hatten sich die Nagetiere schon einmal durchgebissen und Kabel abgetrennt. Und auch an der nachfolgenden Kreuzung Limitenstraße/Gracht sorgten die Tiere dafür, dass die Lichter ausgingen.
Vor zwei Jahren war es besonders schlimm: An der ebenfalls vielbefahrenen Kreuzung Erzberger Straße/Korschenbroicher Straße knabberten sich die Ratten durch zentimeterdicke Kabelummantelungen und bescherten den Technikern drei Tage Arbeit. Aber nicht nur dort mussten damals Köder ausgelegt werden. Der Kammerjäger hatte noch 60 weitere Einsatzorte. Insbesondere in der Nähe von Märkten und Lebensmittelläden, wo es häufiger zur unsachgemäßen Lagerung von Lebensmitteln kommt, tummeln sich gerne Ratten.
Und auch hier staut es sich: Mit der Großbaustelle Aachener Straße mögen sich viele Autofahrer ja schon brummelnd abgefunden haben. Dass jetzt aber auch noch die Umleitungsstrecke mit einer weiteren Baustelle eingeengt wird, empfinden viele als "Gipfel der Unverfrorenheit".
Die Behinderung auf der Bahnstraße ist schnell erklärt: "Es handelt sich um einen Irrtum", sagt Walter Schröders. Dass eine Firma dort zurzeit Stromkabel verlegt, sei zwar mit der Stadt abgesprochen, nicht aber dass für die Arbeiten eine Fahrspur abgetrennt wird. "Das ist entgegen der Baustellen-Vorgabe des Ordnungsamtes", erklärt der Stadtsprecher. Und: "Ein Mitarbeiter der Stadt ist schon rausgefahren, um die Firma aufzufordern, die Straße umgehend freizumachen."
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