Mönchengladbach: Rechte demonstrieren gegen Salafisten
zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 07:21Mönchengladbach (RPO). Gegen die in Mönchengladbach geplante Islamschule des Vereins "Einladung zum Paradies" soll es am 9. Oktober eine "Großdemonstration" geben. Die "Bürgerbewegung pro NRW" kündigte an, sie werde die Demonstration mit der Partei "Die Republikaner" organisieren. Eine Entwicklung, die nicht im Sinne der Mönchengladbacher Bürgerinitiative gegen die Aktivitäten des salafistischen Vereins ist.
Sie habe sich stets bemüht, "rechtsextreme und ausländerfeindliche Trittbrettfahrer" fernzuhalten, sagt Wilfried Schultz, einer der Gründer der Initiative.
Der Verein "Einladung zum Paradies" behauptet zwar, er verfolge friedliche Ziele. Er wird jedoch vom Verfassungsschutz beobachtet und gehört der salafistischen Strömung des Islam an. Sicherheitsbehörden sagen: Salafisten lehnen die freiheitlich demokratische Grundordnung ab. In Mönchengladbach will der Verein eine Islamschule einrichten. Dagegen gibt es Widerstand: Die Stadt versiegelte die Moschee des Vereins. Die Bürgerinitiative ruft zu Montagsdemonstrationen auf.
Da die Moschee versiegelt ist, trafen sich Anhänger des Vereins mehrmals auf einem Marktplatz zum Gebet. Da es am Wochenende dort auch nachts solche Zusammenkünfte gegeben habe, seien die Anwohner verängstigt und empört, kritisiert die Bürgerinitiative.
Nach Polizeiangaben gab es für Freitagabend eine mündliche Genehmigung der Stadt für eine solche Sondernutzung des Platzes. "Inhaltlich kann ich mich mit der Islamschule nicht einverstanden erklären, das lehne ich ab. Solange der Verein aber nicht verboten ist, darf er agieren", sagte Oberbürgermeister Norbert Bude vor den nächtlichen Gebeten unserer Zeitung.
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