Mönchengladbach: Rheydter Schlüsselprojekte
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 01.09.2008Mönchengladbach (RPO). 14 Millionen Euro: Das ist die Summe, die aufgebracht werden muss, um wesentliche Projekte des Rheydter Innenstadtkonzepts zu verwirklichen. Allerdings könnte es erhebliche Zuschüsse geben, wenn die Stadt in ein Sonderprogramm käme. Wir stellen vor, was geplant ist.
Die Stadt braucht 14 Millionen Euro, um die Projekte umzusetzen, die Gutachter Prof. Kunibert Wachten für das Rheydter Innenstadtkonzept entwickelt hat. Mönchengladbach kann diese Summe bei ihrer miesen Finanzlage kaum je aufbringen: Sie ist deshalb auf Landeszuschüsse angewiesen. Und da sieht’s gar nicht mal so schlecht aus: Rheydt hat gute Chancen in ein Bund-Länder-Programm zu rutschen, das mithelfen will, Bauten aus den 50er Jahren zukunftsfit zu machen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Rheydt da stilbildend für das Bundesgebiet wird.
Zank um Rathaus-Neubau
Die Bezirksvertretung Rheydt-Mitte hat dabei ihre Hausaufgaben nur bedingt gemacht. Beim Verkehrsnetz herrscht bei den Fraktionen weitgehende Einigkeit, beim Städtebau – dem zentralen Punkt in Wachtens Konzeption – driften CDU und FDP auf der einen und SPD, Grüne und FWG auf der anderen Seite auseinander. Dabei geht’s vor allem um ein Lieblingsprojekt von Christdemokraten und Liberalen, das die anderen Fraktionen überhaupt nicht mittragen wollen: den auf zwölf Millionen Euro geschätzten Teilumbau des Rheydter Rathauses. „Es ist nicht verständlich, dass der politische Gegner unsere Vorschläge zum Städtebau abgelehnt hat, nur weil der mögliche Rathaus-Neubau integriert ist. Das ist nicht im Interesse der Rheydter“, sagt CDU-Ratsherr Wolfgang Wolff.
So geht’s weiter
Bau und Planung Der Ausschuss tagt am morgigen Dienstag, 15 Uhr, im Rathaus Rheydt. Das Innenstadtkonzept wird diskutiert.
Verkehr Es wird geprüft, ob die Mühlenstraße beidseitig befahrbar gemacht werden kann.
Wettbewerb Rund 300 000 Euro soll der Gestaltungswettbewerb für den Marktplatz kosten.
Doch immerhin herrscht weitgehende Übereinstimmung bei zentralen Punkten. Das sind Rheydt Schlüsselprojekte: Marktplatz Er soll wieder zum Verweilen einladen und Ruheräume bieten. Politiker, Geschäftsleute und Stadt sind sich einig, dass die Pavillons verschwinden müssen. Bäume sollen den Platz auflockern, ein zusätzliches Gebäude zwischen Hauptkirche und dem historischen Rathaus ist angedacht: Hier könnten Volkshochschule und Musikschule einziehen. Es wird vermutlich einen Gestaltungswettbewerb für den Marktplatz geben. Alte Post Dem Gebäude widmet Wachten in seiner Auswertung gleich eine ganze Seite.
Das zeigt: Er hält es für sehr wichtig, weil es günstig liegt und für Wohnungen, Büros und Einzelhandel attraktiv ist. Hier gehen die Meinungen auseinander: SPD, Grüne und City-Management wollen hier keine weiteren Einzelhandelsflächen. Lankes-Gelände Die ungenutzte Fläche zwischen Hohlstraße und Wilhelm-Schiffer-Straße besitzt nach Wachtens Meinung Potenzial. Die Stadt ist Eigentümerin und kann die Entwicklungsrichtung maßgeblich mitbestimmen.
Als Eingangssituation zur Innenstadt hat das Gelände repräsentativen Charakter. Wachten schlägt mehrere Bauten vor. Hier ist Platz für hochwertiges Wohnen und für Büros. Kloetersgasse Dieser Wohnblock liegt Wachten sehr am Herzen. Er schlägt vor, die Baulücken zu schließen und die Häuser so umzubauen, dass ein Innenhof entsteht. Hier könnten Wohnungen für ältere Menschen entstehen.
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