Mönchengladbach: RWE-Aktien sind derzeit weniger wert
zuletzt aktualisiert: 19.02.2008Mönchengladbach (RPO). Der jüngste Kurseinbruch an den deutschen Börsen hat vorerst keinen Einfluss auf die Stadtkasse – obwohl die Stadt gerade versucht, ihre rund 1,9 Millionen RWE-Aktien zu verkaufen. Der Kurs der Aktie liegt mit knapp 87 Euro im Moment deutlich unter den 95 Euro, die das Wertpapier noch im Dezember wert war. Damals entschied der Rat, die Aktien zu verkaufen – was der chronisch klammen Stadt rund 160 Millionen Euro bescheren soll. Im Herbst gingen Börsen-Experten allerdings noch davon aus, dass der Kurs in absehbarer Zeit auf bis zu 112 Euro steigen werde. Diese Prognose haben die Analysten inzwischen korrigiert: auf etwas über 100 Euro.
Doch auch das bleibt im Moment Spekulation. Denn zunächst muss die Stadt einen Finanzdienstleister finden, der die Aktien für sie verkauft. Die Ausschreibung wird gerade vorbereitet. Der Rat hat festgelegt, dass das Aktienpaket binnen eines Jahres abgestoßen werden soll – zu den bestmöglichen Konditionen. Kämmerer Bernd Kuckels geht davon aus, dass es wohl erst in der zweiten Jahreshälfte zum Verkauf kommen wird. Das hat einen Vorteil: Dann streicht die Stadt im Frühjahr ein letztes Mal die Dividende von 3,50 Euro pro Aktie ein.
Die Unternehmensberatung Rödl & Partner hatte in ihrem Spargutachten den Verkauf des Aktienpakets empfohlen. Während die jeweiligen Kämmerer in den vergangenen Jahren stets von diesem Schritt abgeraten hatten, unterstützte Bernd Kuckels (FDP) aufgrund der Kursentwicklung den Vorschlag. Er wurde mit den Stimmen von CDU und FDP gegen heftige Kritik von SPD und Grünen beschlossen.
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