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Mönchengladbach: Salafisten: Freitagsgebet in Privatwohnung

VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 12.01.2011

Mönchengladbach (RPO). Die Moschee ist versiegelt. Das Zelt an der Eickener Straße abgebaut. Aber dennoch scheinen sich die Anhänger des umstrittenen islamischen Vereins "Einladung zum Paradies" weiterhin zum Freitagsgebet zu treffen.

Wie die Bürgerinitiative in Eicken mitteilt, ist der Versammlungsraum der Salafisten jetzt in eine Privatwohnung, ganz in der Nähe des ursprünglichen Gebetshauses, verlegt worden. Seit Ende Dezember sollen sich dort mehr als 60 Menschen treffen. Am vergangenen Sonntag hätten sich dort mehrere junge Männer, ebenfalls Anhänger des Vereins, mit Laptops unter dem Arm eingefunden. Anwohner mutmaßen nun, dass dort eine Schulung stattgefunden hat. Wie Wilfried Schultz, Sprecher der Eickener Bürgerinitiative gestern berichtete, hätten sich bereits mehrere Bürger bei Polizei und Stadt beschwert. Doch von den Behörden sei nur der Hinweis gekommen: Die Wohnung sei eine Privatwohnung. Da könne man nichts machen." Wilfried Schultz versteht das nicht: "Es kann doch nicht sein, dass eine Privatwohnung als Versammlungsstätte genutzt wird, ohne dass eine Nutzungsänderung beantragt werden muss." Der Sprecher der Bürgerinitiative nennt das Vorgehen der Behörde "eine Schande". Er erwägt eine Dienstaufsichtsbeschwerde und zieht außerdem eine Klage in Betracht.

Stadtsprecher Walter Schröders bestätigt, dass eine Privatwohnung nicht einfach als Gebets- und Versammlungsstätte genutzt werden darf. Die Stadt könne dies untersagen, wenn es wirklich so sei. Doch, so erklärte Schröder, müsse zunächst einmal nachgewiesen werden, dass eine widerrechtliche Nutzung vorliegt. "In eine Privatwohnung darf man so viele Menschen einladen, wie man möchte", sagt der Stadtsprecher. Gewisse Regeln müssten dabei natürlich eingehalten werden. Einschreiten könne die Stadt nur, wenn regelmäßig größere Versammlungen stattfinden. Eickener Bürger wollen jetzt ein gemeinsames Vorgehen abstimmen.

Quelle: RP

 
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