Mönchengladbach: Schillerplatz: Beton weg, dafür Boule und Tribüne
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Mönchengladbach (RP). Noch in diesem Monat will die Stadtverwaltung anfangen, den Schillerplatz umzugestalten. Gemeinsam mit rund 50 Bürgern haben der Technische Beigeordnete Andreas Wurff und Professor Nicolas Beucker vom Kompetenzzentrum Social Design der Hochschule Niederrhein am Samstag einen Plan ausgearbeitet.
Bereits im Dezember hatten sich rund 100 Bürger mit ihnen zu einer ersten Ideen-Schmiede getroffen. Der Platz soll vor allem offener werden. Ein Teil des Betons kommt weg, ein Boule-Platz wird angelegt, neue Sitzgelegenheiten entstehen. Im ersten Schritt werden hohe Büsche und Bäume entfernt. "Wir werden nach Karneval mit den Fällarbeiten beginnen", kündigte Wurff an. 51000 Euro stünden der Stadt derzeit für die Umgestaltung zur Verfügung.
Der beinahe viereckige Schillerplatz grenzt an jeder Seite an eine andere Straße: Zum einen an die Kaiserstraße, außerdem die Humboldt-, Margarethen- und Schillerstraße. Als Sichtblende dienen ringsherum in Beton eingefasste Hochbeete. Das soll sich ändern – zumindest stellenweise. Zur Schillerstraße hin werden die Hochbeete komplett entfernt. Der Brunnen bleibt, die Boule-Anlage mit Bänken oder Sitzgruppen kommt dazu. Dafür sollen die Sitzgelegenheiten, die jetzt in der Mitte stehen, weggenommen werden. "Der Innenbereich soll offen sein", sagte Wurff. So könne er für Aktivitäten, zum Beispiel Konzerte, genutzt werden.
Kriegerdenkmal bleibt
Die Hochbeete zur Margarethenstraße hin bleiben. Büsche und Bäume weichen jedoch Wiesenflächen. Zur Mitte des Platzes hin könnte aus Holzbohlen eine Tribüne gebaut werden. Wurff wies darauf hin, dass bei der Finanzierung wohl die Bürger gefragt seien. Die Hochbeete an der Platzseite zur Humboldtstraße hin sollen ebenfalls bleiben – so wie, zumindest vorerst, das Kriegerdenkmal. Dort werden die Pflanzen nur gestutzt. Ursprünglich sah der Plan der Stadt vor, die Beete zur Kaiserstraße hin zu entfernen. Daraus wird nichts: Die Bürger wollen sie als Sichtschutz behalten. .
In der Bezirksvertretung Nord stellt die Verwaltung das neue Konzept vor. Bis zum Sommer soll der Plan umgesetzt werden, im Herbst gibt es wieder ein Treffen mit Bürgern. Dann geht es um weitere Ideen – so könnten etwa ein Kletterhügel und eine Fahrradstation angelegt werden. Denkbar ist auch, dass ein paar Parkplätze wegfallen, um den Fußgängern den Zugang zur neuen Grünanlage zu erleichtern.
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