Mönchengladbach: Schnee machte Gladbachs Straßen sicherer
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010Mönchengladbach (RPO). Der verschneite Januar hat eine unerwartete Entwicklung in der Unfallstatistik gebracht. Trotz Schnee und Eisglätte gab es in diesem Monat 30 Prozent weniger Verletzte und acht Prozent weniger Unfälle im Straßenverkehr als im Januar 2009. Das teilte Karl-Heinz Opdensteinen, Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium, gestern mit.
Zudem habe man an allen Karnevalstagen trotz intensiver Kontrollen nur zwei Fahrer mit Alkohol am Steuer erwischt. "Die Leute sind vorsichtig gefahren, langsam und haben den Sicherheitsabstand eingehalten", sagte Opdensteinen, der gestern mit Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre die Verkehrsunfallentwicklung für 2009 vorstellte.
Demnach gab es zwar 555 Unfälle mehr (das ist eine Steigerung um 6,4 Prozent), aber sechs Verletzte weniger. Vier Menschen starben im Mönchengladbacher Verkehr, 180 wurden schwer verletzt. "Die Zahl der Schwerverletzten liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren", sagte Opdensteinen. Dass die Gesamtzahl der Unfälle gestiegen ist, führt Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre darauf zurück, dass mehr Bagatellunfälle angezeigt wurden.
"Die Notariatsfunktion der Polizei wird in der Unfallabwicklung häufiger in Anspruch genommen", sagte Tirre. Die Zahl schwerwiegender Verkehrsunfälle ist hingegen auf 980 gesunken (im Vorjahr 1025). Auch die Zahl von Unfallfluchtsfällen mit Verletzten ist gesunken auf 79 (Vorjahr: 97). Insgesamt entfernten sich 1774 Fahrer unerlaubt vom Unfallort. "Immer noch zu viel. Das ist eine Straftat", mahnte Tirre.
Ausnahme: Stadtmitte
Auffällig ist, dass in fast allen Stadtteilen die Zahl der Kinderunfälle gesunken oder zumindest gleich geblieben ist. Einzige Ausnahme: Stadtmitte, wo es sechs Kinderunfälle mehr gab und auch sonst die Zahl schwerwiegender Unfälle gestiegen ist. "Wir werden uns darum verstärkt kümmern", kündigte Opdensteinen an. Ebenso stehen Jugendliche und junge Erwachsene, die besonders häufig in Unfälle verwickelt sind, im Fokus der Polizei. Tirre sagte: "Wir müssen besser werden, aber wir sind auf einem guten Weg."
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