Mönchengladbach: Schon 12,1 Prozent Arbeitslose
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 30.01.2009Mönchengladbach (RPO). Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Mönchengladbacher Arbeitsmarkt haben sich verschärft: Im Januar stieg die Arbeitslosenquote in der Stadt um 0,7 Punkte auf 12,1 Prozent (Dezember: 11,4 Prozent). Vor allem ältere, männliche Arbeitnehmer verloren ihre Stelle. "Momentan ist besonders der erste Arbeitsmarkt betroffen", sagte Johannes-Wilhlem Schmitz, Chef der Agentur für Arbeit. Das bedeutet: Viele der neuen Arbeitslosen waren zuvor normale Angestellte und nicht etwa befristet in geförderten Maßnahmen beschäftigt.
Im Vergleich mit den anderen Städten im Agenturbezirk liegt Mönchengladbach mit seiner Arbeitslosenquote nicht nur auf dem höchsten Niveau, sondern verzeichnet auch den stärksten Anstieg. Zum Vergleich: In Neuss stieg die Zahl um 0,4 Punkte auf 6,9 Prozent. Die Lage spiegelt sich auch in den gemeldeten freien Arbeitsstellen wider: "Es gab einen Einbruch an sozialversicherungspflichtigen Stellen, sie sind um mehr als ein Drittel zurück gegangen", sagte Schmitz. Verglichen wurden die aktuellen Zahlen mit Januar 2008. Im Auge behalten müsse man auch eine weitere Tendenz, erklärte Schmitz: Die Zahl der Existenzgründer, die Zuschüsse von der Arbeitsagentur bekommen, ging ebenfalls in den vergangenen zwölf Monaten deutlich von 1487 auf 1095 runter. "Eventuell sind die Menschen vorsichtiger geworden", so Schmitz. Um Entlassungen vorzubeugen, werden mit dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung die Bedingungen für Kurzarbeitergeld gelockert, die Zuschüsse erhöht. das gilt vor allem, wenn in der Zeit der Kurzarbeit Qualifizierungen stattfinden. Bereits jetzt ist die Zahl der Betriebe, die in Kurzarbeit sind, auf 95 gestiegen (Dezember: 63), 1428 Menschen (Dezember: 924) sind davon betroffen.
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