Mönchengladbach: Schon 16 Spielplätze gefährlich
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 10.09.2008Mönchengladbach (RPO). Das lang ersehnte Gutachten für die ersten untersuchten Bolz- und Spielflächen ist da: Danach sind 16 von 24 Plätzen mit Blei, Arsen, Chrom, Kadmium oder Quecksilber belastet. Sie müssen kurz- oder mittelfristig saniert werden.
Der Bolzplatz an der Gereonstraße ist am stärksten belastet. Das hat eine Detailuntersuchung ergeben. Gutachterin Petra Günther vom Bielefelder Institut für Umweltanalysen hat die aufwändigen Tests für die ersten 24 Spiel- und Bolzplätze abgeschlossen und der Stadt die Ergebnisse und ihre Handlungsempfehlungen mitgeteilt. Gestern wurde der Jugendhilfeausschuss über den neuesten Stand informiert.
Hohe Arsenwerte
Von den 24 im ersten Untersuchungsblock getesteten Plätzen hat sich in 16 Fällen der Gefahrenverdacht bestätigt. Das heißt: Die Spiel- und Bolzplätze müssen saniert werden, weil Arsen, Chrom, Blei, Nickel, Kadmium oder Quecksilber in erhöhten Dosen festgestellt wurde. Den Spielplatz Am Tömp hatte die Stadt in einer Sofortmaßnahme geschlossen. Hier waren hohe Arsengehalte auf dem angrenzenden Weg gefunden worden. Auch der Bolzplatz an der Gereonstraße muss dringend saniert werden. Die Gutachterin hat ihn auf der Prioritätenliste auf Platz eins gesetzt. Das heißt: Innerhalb von drei Monaten müssen die Schadfstoffe beseitigt werden. Die Stadt will Ende des Jahres mit den Arbeiten beginnen.
Testergebnisse
Untersuchungen Alle bisher vorliegenden Ergebnisse sind im Internet unter www.moenchengladbach.de abrufbar. Weitere Informationen Alle, die keinen Internetanschluss besitzen, können die Ergebnisse unter Tel. 02161 252080 anfordern.
Eine Sanierung innerhalb von sechs Monaten schlägt die Gutachterin für die Plätze Mathildenstraße/Vietenheide, Königsberger Straße 60, Gladbacher Straße 472, Neusser Straße 113, Im Schlaun 31, Kohrstraße 119 und Breslauer Straße 62 vor. Innerhalb eines Jahres sollen die Plätze Konzenstraße, Logenstraße 8, Kruchenstraße, Neusser Straße 113, Heppendorfstraße 89 und Luisental an die Reihe komen.
Unterdessen gehen die Untersuchungen weiterer Spiel- und Bolzplätze im gesamten Stadtgebiet weiter, wie Götz Stellmacher, Abteilungsleiter der Unteren Bodenschutzbehörde gestern Abend berichtete. Im Fokus: Spielplätze, auf denen vor 1990 Tennenmaterial eingebaut wurde. Für 47 Plätze laufen derzeit die Detailuntersuchungen. Der Spielplatz an der Süchtelner Straße, auf dem eine Altlast festgestellt wurde, bleibt weiter gesperrt.
In den vergangenen Wochen hat das Gutachterbüro gemeinsam mit der Bodenbehörde weitere 106 Spielplätze besichtigt. Die Auswertung läuft noch. Allerdings wurde auf sechs Plätzen aus Vorsichtsgründen der Spielsand ausgetauscht. Die betroffenen Plätze sind: Prinzenstraße 63, Grenzweg 13, Brunnenstraße 191, Oskar-Graemer-Straße, Wickrather Straße 108 und An der Waldesruh 15. Sie alle werden in das weitere Untersuchungsprogramm mit aufgenommen.
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