Mönchengladbach: Schroeren: L 19 muss nicht zwingend kommen
VON SEBASTIAN HÖSEL - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010Mönchengladbach (RPO). Nach wie vor bewegt der geplante Bau der Umgehungsstraße L 19 die Menschen in Giesenkirchen und den umliegenden Ortschaften. Dies zeigte sich erneut beim Auftakt der "Zuhör-Tour" des Landtagsabgeordneten Michael Schroeren (CDU) am vergangenen Donnerstag. Mehr als 60 Besucher diskutierten mit dem Politiker lebhaft über mögliche Trassenführungen. Dabei zeigte sich, dass zwei Varianten offenbar nicht die Unterstützung Schroerens haben.
Neben der Trasse auf der ehemals geplanten A 44 trifft dies auch auf die unlängst von Gutachtern favorisierte, als Variante 4 bekannt gewordene, Straßenführung zwischen Giesenkirchen und Schelsen zu. "Dadurch würden zwei Ortsteile in unzumutbarer Weise voneinander abgeschnitten, folglich kann diese Überlegung nicht in Betracht kommen", bekräftigte Schroeren. Anders verhält es sich offenbar mit den Varianten 2 und 3, die den Verlauf der L 19 östlich von Schelsen vorsehen. Beide erachtet der CDU-Politiker als prinzipiell denkbar. Allerdings gab er zu bedenken, dass der gesamte Planungsprozess erst am Anfang stehe: "Bislang ist nichts entschieden und die Bürger werden in alle Schritte des Verfahrens einbezogen." Zudem stehe zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal fest, dass die Straße überhaupt gebaut werde. "Sollten weitere Gutachten oder der Willensbildungsprozess der betroffenen Bürger ergeben, dass es das Beste wäre, gänzlich auf den Bau zu verzichten, so ist dies ebenfalls eine mögliche Variante." Wie es scheint, wird das Thema die Anwohner in Giesenkirchen und Umgebung wohl auch auf längere Sicht noch beschäftigen.
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