Mönchengladbach: Schulbezirke retten nicht alle Schulen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 25.06.2010Mönchengladbach (RPO). Dürfen Mönchengladbacher Eltern demnächst nicht mehr selbst entscheiden, auf welche Grundschule sie ihre Kinder schicken? Wenn die Landesregierung ihre Pläne umsetzt, dann wird das so geschehen.
Denn die Minderheitenregierung möchte die Schulbezirke wieder einführen. Das hieße: Wie vor Jahren schon müssen die Kinder wieder an der Grundschule angemeldet werden, die im Schulbezirk ihres Wohnortes liegt.
Zwei werden aufgelöst
Ob die neuen Bezirke wieder so zugeschnitten sind wie vor 2007, bezweifelt Schuldezernent Dr. Gert Fischer allerdings: "In der Zwischenzeit hat sich in der Schullandschaft viel verändert." So befinden sich zum Beispiel die Grundschulen Bäumchesweg und Waldhausener Höhe gerade in der Auflösungsphase.
Der Schuldezernent sieht Vor- und Nachteile in der Wiedereinführung der Schulbezirke: "Einerseits sind sie ein gutes Steuerungselement und können mehr Planungssicherheit bieten. Andererseits wird die Einführung aber auch zu Elternunzufriedenheit führen", sagt er.
Etwa zehn bis 15 Prozent aller Eltern schicken ihre Kinder nicht zu den Schulen in ihrem Bezirk. Alle anderen wählen die wohnortnahe Schule. Das ist aus Sicht von Schulamtsdirektorin Ursula Schreurs-Dewies auch aus mehreren Gründen durchaus sinnvoll. "So halten die Kinder ihre alten Kontakte und können leichter lernen, ihren Schulweg selbst zu bestreiten", sagt sie.
Wann und ob die Schulbezirke eingeführt werden und welche möglichen Rahmenbedingungen es gibt, ist noch nicht bekannt. "Wenn es bereits zum neuen Schuljahr wieder Bezirke geben soll, dann würde allerdings ein Chaos ausbrechen", meint Fischer. Und: "Egal, was die Landesregierung beschließt, es wird nicht bedeuten, dass alle Schulen gerettet werden können. Denn mehr Kinder werden dadurch nicht geboren."
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