Mönchengladbach: Schulen auf der Streichliste
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009Mönchengladbach (RPO). Die Hauptschulen Giesenkirchen, Wickrath und Eicken sollen aufgelöst werden. Diesen Vorschlag wird die Verwaltung am Mittwoch im Schulausschuss vorlegen. Zur Diskussion stehen auch neue Gesamtschulstandorte.
Schulausschuss
Am 18. November tagt der Schulausschuss um 17 Uhr im Rathaus Abtei. Dann wird der Verwaltungsvorschlag eingebracht.
Am 2. Dezember trifft sich der Schulausschuss erneut. Bis dahin werden erste politische Entscheidungen erwartet.
Grundschulen sollen in Dependancen umgewandelt, Hauptschulen geschlossen und Gesamtschulplätze möglicherweise erweitert werden. Für die Schulausschuss-Sitzung hat die Verwaltung ein umfassendes Paket zur Schulentwicklungsplanung vorgelegt. Was geschehen soll und was passieren kann, erläuterten gestern Schuldezernent Dr. Gert Fischer und Herbert Lauth, Leiter des Fachbereichs Schule und Sport.
Thema Hauptschulen Weil es rechnerisch gesehen an den Hauptschulen zehn bis 13 Klassenzüge zu viel gibt, müssen Standorte gestrichen werden. Wie bereits im vergangenen Jahr schlägt die Verwaltung vor, die Hauptschulen Eicken, Giesenkirchen und Wickrath aufzulösen. Das könnte stufenweise geschehen, im Fall der Hauptschule Eicken aber auch schon zum Ablauf des Schuljahres. Die jetzigen Jahrgangsstufen 5 bis 9 würden in dem Fall an den benachbarten Hauptschulen untergebracht.
Thema Grundschulen Die Anmeldungen sind zwar schon gelaufen, die Zahlen aber alle nur vorläufig, weil es immer noch Nachzügler gibt. Dennoch will die Verwaltung vorschlagen, die Grundschule Ringerberg in einen Verbund mit der Gemeinschaftsgrundschule Windberg als Stammschule einzubringen. Die katholische Grundschule Waldhausener Höhe soll Dependance der Carl-Sonnenschein-Schule werden, wenn sie denn genügend Anmeldungen bekommt.
Thema Gesamtschulen "Wer mehr Gesamtschulplätze will, muss auch in Kauf nehmen, dass an anderen Schulformen Plätze gestrichen werden", betont Fischer. Weil ein Neubau nicht in Frage kommt, wurden von der Schulverwaltung alle bestehenden Schulstandorte untersucht, in denen eine Gesamtschule Platz hätte. Grundsätzlich möglich wäre das im Norden im Gymnasium am Geroweiher, im Math.-Nat., im Schulzentrum Rheindahlen, in der Geschwister-Scholl-Realschule und in den beiden Hauptschulen an der Aachener Straße. Im Süden wäre es im Schulzentrum Asternweg, im Hugo-Junkers-Gymnasium, im Gymnasium Odenkirchen und im Schulzentrum Wickrath möglich, wenn man dort zusätzlich zur Hauptschule die Realschule auflösen würde. All diese Standorte kämen theoretisch in Frage, aber: "Wir werden ganz eindeutig empfehlen, nicht an die Realschulen zu gehen. Die Schulform wird gut nachgefragt, außerdem gibt es nur vier", sagt Fischer. Und: "Eine Gesamtschule in Außenbezirken hat keinen Sinn, denn dort gehen die Schülerzahlen noch stärker zurück als in den Citys."
Zweite Möglichkeit: Die vorhandenen Gesamtschulen werden erweitert: Möglich wäre das laut Verwaltung an der Espenstraße. Dort könnte die Grundschule Schmölderpark genutzt werden, die gerade auslaufend aufgelöst wird. In Neuwerk müsste dafür die benachbarte Hauptschule aufgelöst und am Standort Rheydt-Mülfort die Hautpschule Dohr geschlossen werden. Dritte Möglichkeit: Alle Gesamtschulen fahren Überlasten. Über all das werden jetzt die Politiker entscheiden müssen.
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