Mönchengladbach: Schweinegrippe: 18.600 Gladbacher sind geimpft
zuletzt aktualisiert: 08.12.2009 - 15:30Rund 18.600 Mönchengladbacher (7,15 Prozent) haben sich bisher gegen die Neue Influenza impfen lassen, das teilt die Stadt mit. Die Zahl der bisher bestätigten Fälle liegt aktuell bei 555.
Aus den Terminen, die das Gesundheitsamt darüber hinaus noch vergeben hat und den Bestellungen der Ärzte in Mönchengladbach ergibt sich, das sich weitere 8.100 Personen impfen lassen werden. Allerdings ist in den vergangenen Tagen das Interesse an der Impfung weiter stark zurück gegangen. Während in den ersten Wochen der Impfaktion bis zu 800 Bürger täglich die Impfhotline des Gesundheitsamtes nutzten, waren es heute lediglich rund 30.
Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass die Impfung gegen die Neue Influenza ("Schweinegrippe") nach wie vor wichtig ist, da die momentane Welle noch andauert und davon auszugehen sei, dass nach Erreichen den Höhepunktes dieser Grippewell mindestens noch einmal so viele Fälle auftreten werden wie davor. Außerdem könne die weitere Entwicklung der Grippeaktivität im Winter nicht vorausgesehen werden. Frühere Influenzapandemien sind oft in mehreren Wellen aufgetreten.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut hat außerdem jetzt ihre Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza erweitert. Anfang Oktober war zunächst die Impfung für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen worden.
Nun wird die schrittweise Impfung aller Indikationsgruppen empfohlen. Dabei sollen zunächst Haushaltskontaktpersonen ungeimpfter Risikopersonen (zum Beispiel Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, oder Haushaltskontakte von ungeimpften chronisch Kranken) sowie Kinder und junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahre ohne Grundkrankheit eine Impfung erhalten. Im weiteren Verlauf sollen dann Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren und schließlich Personen ab 60 Jahre geimpft werden.
Die STIKO hat noch einmal betont, dass die insbesondere für die Risikogruppen wichtig ist: Bei rund drei Viertel der in Deutschland im Zusammenhang mit der Neuen Influenza verstorbenen Menschen gibt es Hinweise auf eine Grundkrankheit. Die aktuellen Daten unterstreichen jedoch auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Neuen Influenza A (H1N1) zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln.
Ergänzend zur STIKO-Empfehlung gehen die Fachleute auf Bundesebene inzwischen davon aus, dass nach derzeitigem Stand eine einmalige Impfung in allen Altersgruppen ausreicht. Das heißt: Auch für Kinder unter 10 und Erwachsene ab 60 Jahren ist eine zweite Impfung nicht notwendig.
Die STIKO erinnert auch an die Impfung gegen die saisonale Influenza, die den bekannten Risikogruppen weiterhin empfohlen wird: chronisch Kranke und Personen über 60 sowie medizinisches Personal und Menschen mit viel Kontakt zu anderen.
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