Mönchengladbach: Schweinegrippe: Arzt erst anrufen
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 29.07.2009Mönchengladbach (RPO). Bei einem Verdacht auf Schweinegrippe sollte der erste Schritt immer ein Anruf beim Hausarzt sein. Darauf macht das Ärztenetz Mönchengladbach aufmerksam. Auf keinen Fall sollten Menschen, die sich krank fühlen und testen lassen wollen, unangemeldet in der Praxis auftauchen.
Dr. Evelyn Modlich, niedergelassene Internistin und Vorsitzende des Ärztenetzes: "Ich kann verstehen, wenn Menschen beunruhigt sind und schnell Gewissheit haben möchten. Aber wer sich unangemeldet mit Schweinegrippe-Verdacht ins Wartezimmer setzt, gefährdet möglicherweise andere Menschen." Und das führe im schlimmsten Fall zu einer noch schnelleren Ausbreitung der Krankheit.
Schon jetzt werden dem Gesundheitsamt täglich 40 bis 60 neue Verdachtsfälle gemeldet. Bei etwa zehn Prozent fällt der Test positiv aus.
Deshalb bitten Gesundheitsamt und Ärzteschaft eindringlich um eine vorherige Anmeldung beim Hausarzt. Der könne sich dann rechtzeitig um die nötigen Hygienemaßnahmen kümmern. Dr. Evelyn Modlich: "Einige Praxen haben getrennte Eingänge und getrennte Wartezimmer, manche Ärzte haben auch eine Extra-Sprechstunde für Menschen eingerichtet, die befürchten, dass sie sich mit Schweinegrippe angesteckt haben." All das sollte vorher erfragt werden.
Auch in den Kinderarztpraxen melden sich immer mehr verunsicherte Eltern. Häufige geäußerte Sorge: Mein Kind hat Schnupfen, kann das die Schweinegrippe sein?
"Zu einer Schweinegrippe gehört ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, Husten oder Schnupfen sowie häufig auch Gliederschmerzen. Jemand, der schon seit einigen Wochen verschnupft ist und kein Fieber hat, hat also keine Anzeichen einer Schweinegrippe", informiert Dr. Renate Harnacke, Sprecherin der Kinder-und Jugendärzte.
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