Mönchengladbach: Schweinegrippe: Impfung verunsichert Schwangere
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 06.11.2009 - 13:42Mönchengladbach (RPO). Bisher haben sich 1583 Mönchengladbacher gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Das sind exakt 3,61 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt haben Gesundheitsamt, Kassenärztliche Vereinigung und niedergelassene Ärzte 9580 Impfdosen geordert.
„Das heißt, die Impfwelle rollt erst in der kommenden Woche richtig an”, sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. Zahlreiche Ärzte hätten berichtet, dass in ihren Praxen die Telefone nicht mehr still stehen. Die Impf-Hotline der Stadt ist weiterhin montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr unter 02161-256666 zu erreichen.
Für Berufstätige werden jetzt auch Impftermine in den Abendstunden angeboten. Das Gesundheitsamt hat eine Liste von 90 Ärzten ins Internet gestellt, die auch Impfungen vornehmen.
Verunsicherungen gibt es bei schwangeren Frauen. Bisher standen sie auf der Prioritätenliste der Ständigen Impfkommission (STIKO) an erster Stelle. "Inzwischen finden wir sie auf dem dritten Platz", sagt Dr. Franz Küpper, Obmann der niedergelassenen Gynäkologen in Mönchengladbach. Er hat eine Empfehlung an seine Kollegen geschickt. "Die Situation ist nicht dramatisch", sagt er.
"Grundsätzlich haben Schwangere ein gutes Immunsystem, dass sie ausreichend schützt." Er hat zwei Fälle erlebt, in denen der Mann der Schwangeren an Schweinegrippe erkrankte, in beiden Fällen steckte sich die Frau nicht an. Grundsätzlich lehnt Küpper es ab, Schwangere mit dem gebräuchlichen Impfstoff Pandemrix zu impfen.
"Der enthaltene Wirkstoffverstärker wurde nicht an Schwangeren getestet.", sagt er. Franz Küpper mahnt zur Besonnenheit: "Gerade bei Schwangeren sollte man einmal mehr nachdenken." Er rät, vorläufig abzuwarten "und die Angst nicht zu schüren".
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