Mönchengladbach: Schweinegrippe: Schule ab Mittwoch wieder offen
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009 - 17:00Mönchengladbach (RPO). Am Mittwoch werden die 180 Mädchen und Jungen der Katholischen Grundschule an der Nordstraße wieder die Schulbank drücken - nach einer Zwangspause von einer Woche. Vor acht Tagen hatte die Schulleitung die Notbremse gezogen. Ein Drittel der Schüler und zwei Lehrer waren an Grippe erkrankt, bei sechs Schülern war die Schweinegrippe festgestellt worden.
„Wir mussten den Kreislauf unterbrechen”, sagt Schulleiterin Ingrid Schubert. „Aber wir hoffen, dass der Schulbetrieb ab Mittwoch wieder normal laufen kann.” Einige der Kinder seien inzwischen wieder gesund. „Wir bitten die Eltern aber nach wie vor, ihre Kinder in jedem Fall zu Hause zu behalten, bis sie mindestens 24 Stunden fieberfrei sind”, sagt die Schulleiterin.
Alles gründlich gereinigt
Während die Kinder Zwangsurlaub hatten, haben die Lehrer gearbeitet. Sie bereiteten Unterrichtsmaterialien vor, die von den gesunden Kindern zu Hause bearbeitet werden konnten. „Das hatte eine sehr gute Resonanz”, sagt Schubert. Auch die Betreuung der Kinder habe hervorragend geklappt: „Das haben die Eltern selbst organisiert.”
Um alles richtig zu machen, ist die Grundschule an der Nordstraße gründlich gereinigt, alle Spielgeräte sind desinfiziert worden. Mittwoch werden die Kinder noch einmal mit besonders nachhaltigen Hygienemaßnahmen vertraut gemacht, und die Eltern werden einen Informationsbrief von der Schulleitung erhalten.
337 Menschen in der Stadt infiziert
In Mönchengladbach haben sich seit Mitte Juli 337 Menschen mit der Schweinegrippe infiziert, allein in der vergangenen Woche wurden dem Gesundheitsamt 124 neue Fälle gemeldet. Von den 337 Erkrankten waren sechs unter sechs Jahren, 51 im Alter zwischen sechs und zwölf, 138 waren 13 bis 19, 83 zwischen 20 und 39 Jahren, 52 Infizierte waren zwischen 40 und 59 Jahren alt, nur sieben waren älter als 60 Jahre.
Insgesamt 6444 Gladbacher haben sich bisher impfen lassen. Rund 11.500 Impfwillige stehen auf den Terminlisten des Gesundheitsamtes, beziehungsweise errechnen sich aus der Anzahl der von den niedergelassenen Ärzten bestellten Impfstoff-Mengen.
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