Mönchengladbach: Schweinegrippe: Wer impft wen, wann und wo?
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 28.10.2009Mönchengladbach (RPO). Thomas Meisen wollte sich gestern gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Der Lehrer vom Franz-Meyers-Gymnasium fuhr in einer Freistunde zum städtischen Gesundheitsamt Am Steinberg – und unverrichteter Dinge wieder zurück. "Ich wurde abgewiesen", sagt er.
"Man sagte mir, ich hätte erstens telefonisch einen Termin machen müssen, und zweitens würde in Mönchengladbach erst ab Donnerstag geimpft." Meisen war konsterniert: "Nach reiflicher Überlegung hatte ich beschlossen, mich impfen zu lassen. Ich halte das für meine Pflicht, weil ich tagtäglich mit Schülern zusammen treffe, die ich im Fall der Fälle anstecken könnte."
Ampullen im Zehnerpack
"Es gibt tatsächlich Irritationen", gibt Stadtsprecher Wolfgang Speen zu. "Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Impfstoff-Ampullen in Zehnerpacks geliefert werden." Im Gesundheitsamt werden deshalb jeweils zehn Impfwillige gesammelt, damit keine Ampullen aus der einmal geöffneten Verpackung weggeschmissen werden müssen. Die Terminvergabe geht ausschließlich über die Hotline des Amtes. Unter der Telefonummer 02161 256666 läuft die Anmeldung. Diese Nummer ist jeweils von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt. "Morgen werden die ersten 110 Mönchengladbacher im Gesundheitsamt geimpft", sagt Wolfgang Speen.
Aber es gibt noch einen anderen Weg, sich für die Impfung gegen Schweinegrippe registrieren zu lassen. Der Hausarzt nimmt die Meldung des Patienten entgegen, leitet sie an das Gesundheitsamt. Dann, sofern er jeweils zehn Patienten zusammen hat, bekommt er den Impfstoff geliefert – im Zehnerpack. "34 Allgemeinmediziner haben sich über die Kassenärztliche Vereinigung bereit erklärt, bei der Impfaktion zu helfen", sagt der Stadtsprecher. Dazu kommen zehn Kinderärzte. "Die Namen der Mediziner können Patienten über die Hotline erfahren."
Die Ärzte können sowohl in ihren eigenen Räumen als auch in der Notfallpraxis im Maria Hilf an der Sandradstraße 43 impfen. "Zu bestimmten Terminen kommen die Ärzte in die Notfallpraxis und nehmen dort die Impfungen vor", sagt Wolfgang Speen. Das Gesundheitsamt ist bei all dem Koordinationspartner. Die Angestellten koordinieren die Termine und sorgen für die Lieferung der georderten Ampullen. Die Stadt Mönchengladbach hat vorläufig 500 Impfeinheiten geordert und erhalten.
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