Mönchengladbach: Schweizer Zeitung: Oerlikon wird verkauft
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 25.03.2009Mönchengladbach (RPO). Die Mitarbeiter von Oerlikon Schlafhorst kommen aus den Unruhen nicht heraus: Das Unternehmen soll komplett zerlegt und in Teilen verkauft werden. Das meldet der Tagesanzeiger aus der Schweiz.
"Wir haben von diesen Spekulationen gehört, aber wissen nichts Konkretes", sagt Betriebsratsvorsitzender Michael Schrodt. Die Belegschaft sei aber sehr verunsichert. Am Donnerstag ist die Bilanz-Pressekonferenz von Oerlikon. "Ich hoffe, dass wir dann Genaueres erfahren", sagte Schrodt.
Entlassungen und Auslagerung
Der ehemalige Saurer-Textilbereich, zu dem der Mönchengladbacher Standort gehört, gilt zurzeit als unverkäuflich, da er drastische Einbußen hinnehmen musste. Laut der schweizer Zeitung sind folgende Pläne vorgesehen: Durch den Verkauf einiger Oerlikon-Bereiche sollen Mittel aufgebracht werden, um die Textil-Sparte aufzubauen. Wenn sie angemessene Erlöse einbringen kann, soll verkauft werden. Das Unternehmen Oerlikon selbst wollte den Zeitungsbericht weder bestätigen, noch dementieren. Dort sei ein Szenario auf Basis von Gerüchten entworfen worden, sagte Pressesprecher André Wissenberg. Erst am Donnerstag will Oerlikon mehr bekannt geben. Beim Unternehmen Rieter, das laut Zeitung als einer der möglichen Käufer gilt, gab es am Montag bei der Bilanz-Pressekonferenz keinen Hinweis auf einen möglichen Kauf.
Erst im November wurden eingreifende Veränderungen bei Oerlikon Schlafhorst in Mönchengladbach bekannt: Es sollen nur noch ein Showroom, Vertrieb und Service am Standort übrig bleiben. 386 von 747 Mitarbeitern verlassen das Stammhaus. Die gesamte Produktion aus Gladbach und dem Werk in Ebersbach wird an den Standort Übach-Palenberg verlegt. 361 Beschäftigte sollen bis 2010 bleiben – 60 davon sind Außendienstler.
Ob es nach 2010 weitere Sparmaßnahmen geben wird, war unklar.
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