Mönchengladbach: "Situation der Hauptschulen ist dramatisch"
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 24.06.2010Mönchengladbach (RPO). Der Beschluss, drei Hauptschulen in der Stadt auslaufend aufzulösen, "war eine richtige und wichtige Entscheidung". Diese Meinung vertritt Schulamtsdirektor Walter Steinhäuser. Er bedankte sich im Schulausschuss noch einmal ausdrücklich dafür, dass die Politiker diesen Entschluss gefasst haben.
Der Umstand, dass in diesem Jahr die Hauptschulen Giesenkirchen, Wickrath und Eicken keine neuen Schüler mehr aufnehmen dürfen, habe die anderen Hauptschulstandorte gestärkt, so Steinhäuser. Organisatorisch laufe alles in geordneten Bahnen. Und bis jetzt habe es so gut wie keine Wechselwünsche gegeben. Man habe Eltern und Schülern erklären können, dass die auslaufenden Schulen so lange "am Netz" bleiben, bis eine einsprechende Schließungsentscheidung aus Düsseldorf komme.
Trotzdem, so warnte Steinhäuser, sei die Situation der Hauptschulen mehr als dramatisch. "Wir werden nicht umhin kommen, über weitere Schließungen nachzudenken", sagte der Schulrat. Unabhängig von politischen Entscheidungen in Düsseldorf gehe der Trend eindeutig dahin, dass immer weniger Eltern ihre Kinder zur Hauptschule schicken wollen. "Früher hatte die katholische Hauptschule Stadtmitte noch vier oder fünf Züge. Heute ist auch diese Schule nur noch zweizügig", berichtete Steinhäuser.
Viele Schulen versuchten, sich durch schulorganisatorische Mittel zu retten. Der Schulamtsdirektor: "Ohne die Einrichtung von integrativen Klassen stünden viele Hauptschulen heute noch viel schlechter da."
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