Mönchengladbach: So wird der Wasserzähler getauscht
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 12.09.2009Mönchengladbach (RPO). 1500 Kunden der NVV befürchten, sie hätten einen zu großen Wasserzähler. In 137 Häusern ist bislang festgestellt worden, dass der Zähler tatsächlich getauscht werden muss. Die Kosten für die neuen Geräte übernimmt die NVV, aber der Kunde muss den Installateur bezahlen.
Die Wasserzähler-Tauschaktion der NVV ist angelaufen. Bislang haben sich rund 1500 Kunden beim Versorger mit der Vermutung gemeldet, ihr Wasserzähler könnte zu groß sein und dadurch zu falschen Nebenkostenabrechnungen führen. Ein Fernsehmagazin hatte berichtet, dass in Mönchengladbach vielerorts falsche Wasserzähler eingebaut seien. Die NVV hat nun angekündigt, zu große Wasserzähler für den Kunden kostenfrei auszutauschen. Bislang ist bei 137 der 1500 Kunden festgestellt worden, dass der Zähler ausgetauscht werden muss. Die Zahl könnte in den kommenden Wochen weiter steigen. "Das ist darauf zurückzuführen, dass sich seit dem Einbau des alten Zählers die Daten des Wasserverbrauchs und Spitzendurchflusses geändert haben", sagte NVV-Sprecher Helmut Marmann gestern. "Der Versorger hat sich immer an die DIN-Norm gehalten." Der Umtausch funktioniert so:
Überprüfen
Als erstes nachschauen, was für ein Wasserzähler eingebaut ist. Handelt es sich um einen QN 6-Wasserzähler, kann dieser unter Umständen zu groß sein. Deshalb überlegen: Hat sich der Wasserspitzendurchfluss geändert, seitdem der Zähler eingebaut worden war? Zum Beispiel durch eine Toilette, die keine Druckspülung mehr, sondern einen Wasserkasten hat? Oder andere Installationen im Haus? Wenn das der Fall sein könnte, muss ein Fachmann ran.
Installateur
Bei der NVV muss zunächst ein Inbetriebsetzungsantrag bestellt werden. Das passiert, wenn bei der NVV eine Anfrage über die richtige Zählergröße eingegangen ist. Den jedoch muss ein zugelassener Installateur ausfüllen. Der ermittelt den Spitzendurchflusswert im Haus und übermittelt diese Daten an die NVV.
Check
Aufgrund dieser Daten ermittelt die NVV dann, welcher Wasserzähler laut DIN-Norm 1988/3 (Norm für Technische regeln für die Trinkwasserinstallation) der richtige ist. Eventuell muss der QN 6-Zähler durch einen QN 2,5-Zähler ausgetauscht werden. Den Einbau selbst führen Mitarbeiter der NVV durch. Das soll laut Helmut Marmann "zeitnah" geschehen.
Kosten
Wie teuer der Umbau sein kann, hängt ganz davon ab, wie komplex der Austausch ist. Die Kosten für den Installateur, der die Daten des Spitzendurchflusses ermittelt, muss in jedem Fall der Kunde tragen. Die Kosten für den eventuellen Umtausch des Wasserzählers übernimmt hingegen die NVV. "Wenn aber zusätzliche Arbeiten in der Hausinstallation anfallen, muss diese Kosten der Kunde übernehmen", sagt Helmut Marmann.
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