Mönchengladbach: So wird Rheydt wieder schick
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 20.05.2008Mönchengladbach (RPO). Häuser mit Innenhöfen, ein Neubau auf dem Marktplatz, Zuschüsse für 50er-Jahre-Bauten: Dies sieht das Innenstadtkonzept für Rheydt vor. Es wird am 5. Juni vorgestellt. Wir sagen, was die Planer ändern wollen.
Das Rheydter Innenstadtkonzept ist fertig. Experte Professor Kunibert Wachten und Gladbachs Stadtplaner Rolf Beierling-Hémonet stellen es am 5. Juni in der Stadthalle Rheydt vor. Interessanter Aspekt: Zwischen evangelischer Hauptkirche und Rathaus soll ein Gebäude entstehen, für das es mehrere Nutzer gibt. Die evangelische Kirchengemeinde hat ebenso ein Auge darauf geworfen wie die Stadt, die es für kommunale Einrichtungen (Musik- und Volkshochschule) vorhalten will. Die Planer interessiert vor allem zweierlei: Das geplante Haus an der Limitenstraße bestimmt dann klar den Platzrand für den Rheydter Markt. Und: Evangelische Kirche, Musik- und Volkshochschule sind so genannte Frequenzbringer, weil täglich viele Menschen dieses Gebäude aufsuchen werden. Das ist noch geplant: Pavillons Sie sollen ganz verschwinden. Denn sie sind hässlich und engen den Rheydter Marktplatz nur unnötig ein. Verkehr Auf der Mühlenstraße soll der Autoverkehr in beide Richtungen fließen. Außerdem sollen auf der Friedrich-Ebert-Straße in beide Richtungen Linienbusse fahren. Die Hauptstraße bleibt Fußgängerzone, die Achse über Marienplatz bis zum Bahnhof wird gestärkt. Auf der Harmoniestraße ist kein Individualverkehr vorgesehen, nur Busse dürfen hier fahren. Wohnen Hier ist ein Bedarf nach hochwertigem und jungem Wohnen. Gefragt sind Häuser mit pfiffig geschnittenen Wohnungen, Aufzug und kleinen Innenhöfen. Wachten und Beierling-Hémonet sehen dafür Chancen auf dem Postgelände an der Odenkirchener Straße/Ecke Moses-Stern-Straße sowie auf dem Lankes-Gelände an der Wilhelm-Schiffer-Straße. Ein Schlüsselprojekt könnte die Alte Post werden: Entsprechende Gespräche mit dem Eigentümer laufen. Leerstand Geschäfte, die seit Monaten leer stehen, sollen anders präsentiert werden. Wenn Kunden an Schaufensterfronten ohne Hingucker vorbei laufen, versehen sie das Geschäftszentrum mit einem Negativimage. Die Planer denken über ein Konzept nach, um den Leerstand zu überbrücken. Fassaden Rheydt hat das typische Problem vieler deutscher Zentren. In den 50er Jahren sind Häuser entstanden, deren Fassaden nicht attraktiv sind und deren Qualität nicht hochwertig ist. Will sich Rheydt herausputzen, müssen sich auch die Häuser anders darstellen. Zuschüsse Das wird das Kernthema. Gladbachs Politiker werden Geld für die Neugestaltung des Platzes bereitstellen. Aber das hilft Privatleuten nicht, die zwar vielleicht gute Absichten, aber nicht das notwendige Kleingeld haben. Deshalb könnte Rheydt zu einem Modellprojekt für die Aufwertung von 50er-Jahre-Bauten werden. Gespräche mit dem Landes-Bauministerium laufen. PERSÖNLICH
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