Mönchengladbach: SPD: Neues Konzept für alle drei Abfallstellen
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 14.06.2007Mönchengladbach (RPO). Alle drei Abfallsammelstellen in der Stadt sollen erhalten bleiben. Dies fordert die SPD. Auslöser für den Antrag der Sozialdemokraten waren die Wartezeiten an den verbliebenen Sammelstellen Heidgesberg und Luisental von bis zu 90 Minuten, seit die Sammelstelle Graf-Haeseler-Straße geschlossen ist. „Das ist nicht zumutbar und zeigt, dass die Sammelstelle Graf-Haeseler-Straße erhalten bleiben muss“, verlangt der umweltpolitische Sprecher der SPD, Guido Mevissen.
Die SPD will, dass alle drei Abfallsammelstellen modernisiert werden. Ein entsprechendes Konzept soll die GEM erarbeiten. SPD-Ratsherr Mevissen: „Bevor die Akzeptanz der Abfallsammelstellen in der Bevölkerung verloren geht, muss gehandelt werden. Sonst wird der Müll auf illegalem Wege entsorgt.“ Er weist darauf hin, dass in vergleichbaren Städten wie etwa Münster Sammelstellen bürgernah und effizient seien. Der Rat wird über den SPD-Antrag allerdings erst in seiner nächsten Sitzung am 12. September entscheiden.
Die Verwaltung legte jüngst im Umweltausschuss Zahlen vor, die eindeutig belegen, dass der Ansturm auf die Sammelstellen riesig ist. Zwischen 20 und 60 Prozent mehr Fahrzeuge-Ladungen erreichen die verbliebenen Sammelstellen. Da jede Fracht von den Mitarbeitern gewogen werden muss, bilden sich lange Schlangen. Verwaltung und SPD wollten daraufhin das Wiegen einstellen. Die politische Mehrheit stimmte dagegen: Daten seien wichtig, um neue Abfallsammelstellen zu planen.
Die Stadt will eine zentrale Abfallsammelstelle am Heidgesberg gegenüber des GEM-Betriebsgeländes bauen und rechnet vor, dass dies Geld spart. Die Anlage Graf-Haeseler-Straße war zu klein und zu eng, die Anlage Lusiental ist dringend sanierungsbedürftig.
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