Mönchengladbach: Spielplätze: Stadt stellt Prüfergebnisse ins Netz
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 13.06.2008Mönchengladbach (RPO). Die Untersuchungen sind zwar noch nicht vollständig abgeschlossen, dennoch geht man bei der Stadt davon aus, dass keine weiteren Spielplätze geschlossen werden müssen. „Die bisherigen Untersuchungsergebnisse geben keinen Anlass dazu. Wir haben keine konkreten Hinweise auf eine mögliche akute Gesundheitsgefährdung“, sagte gestern Wolfgang Speen, Leiter der städtischen Pressestelle.
Vor zwei Tagen mussten die Spielplätze Am Tömp in Beckrath und Süchtelner Straße in Eicken geschlossen werden. Der Grund: Im ersten Fall waren erhöhte Mengen von Arsen, im zweiten Fall Cyanid gefunden worden.
Zwei Untersuchungsverfahren
Den Stein ins Rollen gebracht, hatte ein Zufallsfund: Bei Baugrunduntersuchungen wurden im März auf dem Spielplatz an der Luise-Vollmar-Straße Arsen und Blei entdeckt. Die Giftstoffe steckten in dem Tennenmaterial, das bis 1990 für Kinderspielplätze verwendet wurde. Die Stadt entschloss sich, alle 73 Kinderspielplätze zu untersuchen, die vor 1990 angelegt wurden. Beauftragt wurde ein fachlich anerkanntes Gutachterbüro. Das testet alle betroffenen Plätze zweifach. „Zuerst kommt eine orientierende, dann eine Detailuntersuchung“, erklärte Speen. Die orientierende Untersuchung sei fast abgeschlossen, bis ins Detail wurden bislang 25 Plätze unter die Lupe genommen.
Erste endgültige Gutachten werden in den kommenden zwei Wochen erwartet. Der Stadtsprecher: „Die beiden Spielplätze Am Tömp und Süchtelner Straße wurden nach der orientierenden Untersuchung geschlossen. Als die Ergebnisse kamen, haben wir sofort reagiert. Was Verfahren und Vorgehensweise in der Sache angeht, stehen wir im ständigen Kontakt mit dem Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz.“
Wie Speen versicherte, sei man sich der großen Verantwortung bei dem Thema durchaus bewusst und könne die Sorgen von Eltern nachvollziehen. „Letztlich bleibt es natürlich ihre Entscheidung, ob sie ihre Kinder auf den Spielplätzen spielen lassen oder lieber nicht. Zur Information veröffentlichen wir auf unserer Internetseite unter www.moenchengladbach.de alle Prüfergebnisse, auch die Zwischenergebnisse.“
Ein Verdacht
Der Spielplatz in Beckrath soll in der kommenden Woche saniert werden, im Fall Eicken wird noch geprüft, woher die Altlast kommt. Einen ersten Verdachtsmoment gibt es: Möglicherweise stand früher in der Nähe ein Gaswerk. „Aber dem müssen wir noch nachgehen“, sagte Speen.
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