Mönchengladbach: Spielwaren Gerads ist geschlossen
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 30.05.2009Mönchengladbach (RPO). Das Ladenlokal an der Marktstraße ist leer. Christof Gerads hat Rheydt verlassen. Puppen, Teddybären, Spiele und all die bunten Dinge, die Kinderaugen zum Leuchten bringen, sind verschwunden. Peter Felten ist schockiert. Der Vorsitzende des Rheydter Citymanagements hatte keine Ahnung, dass Gerads sein Spielwarengeschäft schließen wollte. "Ich habe immer gedacht, dass es bei Gerads weiter geht", sagt er und gesteht, dass ihn diese neuerliche Geschäftsaufgabe in der Rheydter City hart trifft.
Nach der vorläufigen Insolvenz im April 2007 hatte Christof Gerads im Dezember 2008 nach intensiven, aber erfolglosen Verhandlungen mit den Vermietern und seinem Lieferanten, der Einkaufsgenossenschaft Vedes, sein Geschäft an der Hindenburgstraße schließen müssen. Das Stammhaus, das seit mehr als 60 Jahren in Rheydt steht, schien damit allerdings gerettet.
"Spielwaren Gerads war unheimlich wichtig für Rheydt", sagt Peter Felten. Und er wundert sich, dass Christof Gerads ihn über seine Entscheidung nicht informiert hat. "Wir sind ja schließlich fast Nachbarn." Und erst kürzlich habe das City-Management die Bepflanzung auf der Haupt- und der Marktstraße aufgefrischt. "Normalerweise gehe ich davon aus, dass wir Geschäftsleute den Kontakt pflegen. Das Schweigen von Herrn Gerads ist schon eigenartig."
Peter Felten wünscht sich, dass das große Ladenlokal bald wieder vermietet sein wird. "Das Geschäft hat eine gute Lage. Ich hoffe, dass die Vermieter so schnell wie möglich einen guten Nachfolger für Gerads finden", sagt er. "Hier muss wirklich gute Qualität geboten werden, damit kann man in Rheydt Geld machen. Ein Billigladen wäre tödlich für diese Stelle."
Ein weiteres leerstehendes Ladenlokal allerdings ganz sicher auch.
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