Mönchengladbach: Sprühaktion gegen gefährliche Raupen
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 18.04.2009Mönchengladbach (RPO). Es ist nur 25 Millimeter groß und eher unscheinbar – inzwischen aber schon fast eine Plage: der Eichenprozessionsspinner. Der Nachfalter, der sich besonders wohl auf Stiel-, Trauben und Amerikanischer Roteiche fühlt, breitet sich entlang der Bundes- und Landstraßen am Niederrhein immer mehr aus. "Für den Menschen ist er nicht ungefährlich und muss deshalb großflächig bekämpft werden", teilt Markus Quadflieg von der zuständigen Regionalniederlassung des Landesbetrieb Straßenbau NRW jetzt mit.
Ab Mai beginnt die Raupenzeit dieses ursprünglich mal sehr seltenen Insekts. Die Härchen dieser Raupen sind es, die beim Hautkontakt starke Juckreize oder allergische Schockreaktionen hervorrufen können. Werden sie eingeatmet, kann es sogar zu Entzündungen der Luftwege kommen.Für die Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs Straßen gehört die Bekämpfung des Übeltäters inzwischen in jedem Frühjahr zum Standartprogramm. "Ab der kommenden Woche fahren die Kollegen alle Bundes- und Landesstraßen auch in Mönchengladbach ab und behandeln gezielt von dem Insekt befallene Bäume", kündigt Sprecher Markus Quadflieg an.
Für die Bekämpfung der Raupen haben sie nur wenige Wochen Zeit. "Es muss ein, zwei Tage trocken sein, sonst spült der Regen das aufgesprühte Mittel gleich wieder herunter", so der Sprecher. An regenfreien Tagen werden deshalb vom frühen Morgen bis in den Abend hinein Fahrzeuge mit Schrittgeschwindigkeit auf den Bundes-und Landstraßen unterwegs sein, um das Bekämpfungsmittel Thuringiensis auf den befallenen Eichen zu versprühen. "Das Mittel ist für den Menschen unschädlich", sagt Quadflieg. Zur Bekämpfung des Nachtfalters ist es aber gut geeignet: Es lässt sie schlicht verhungern.
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