Mönchengladbach: Stadt muss 308 Bäume fällen
VON RITA ROMMERSKIRCHEN - zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 - 16:55Mönchengladbach (RPO). Die Arbeiter setzen die Motorsäge an und es dauert keine zehn Minuten, da landet die schwere, 100 Jahre alte Silberlinde auf dem Boden der Lettow-Vorbeck-Straße am Bunten Garten. Begleitet wird das Ganze von einem Riesenknall - ähnlich dem einer Detonation.
Von außen betrachtet sah der Baum noch ganz gesund, wenn auch ein wenig kahl aus. Doch jetzt sind im oberen Stamm verfaulte Stellen zu erkennen. „In diesem Fall ist es notwendig, dass die beiden Silberlinden gefällt werden, da sie einen Pilzbefall aufweisen und sie sich davon nicht mehr erholen können”, erklärt der Leiter der städtischen Grünunterhaltung und kommunaler Forst, Ralf Krücken.
Oft sei es zudem so, dass die Bäume Schäden aufweisen, die ein Laie gar nicht erkennen könne. Durch Straßenarbeiten und immer größer und schwerer werdende Fahrzeuge auf den Straßen komme es dazu, dass die Wurzeln stark geschädigt und somit die Baumkrone nicht mehr ausreichend versorgt werden könne.
Weitere 306 Bäume sollen bis Ende Februar gefällt werden. Gründe hierfür gibt es verschiedene: Zum einen müssen Bäume gefällt werden, die durch Krankheiten befallen sind, bei denen Stämme und Wurzeln verfault sind und bei denen die sogenannten „European TreeWorkers” - ausgebildete Fachkräfte zur Baumpflege - keine Besserung erzielen konnten.
Zum anderen sind es aber auch Bäume, die die Sicherheit im Straßenverkehr behindern. „65 Bäume werden aus Sicherheits-, 243 aus anderen Gründen gefällt”, sagt Krücken.
Auf der Waldnielerstraße werden auf einer Strecke von einem Kilometer punktuell 30 Bäume gefällt, da es hier einen zu dichten Bestand gibt und sich die Bäume gegenseitig Licht und Lebensraum wegnehmen. „Hier ist die Fällung für den zukünftigen Bestand der Bäume wichtig.”
Die Arbeiten in den Bezirken Nord, Süd und Ost haben mit der Fällung der beiden Silberlinden nun begonnen, einzig im Bezirk West steht der Beschluss zur Fällung einiger Bäume noch nicht fest. Die Bezirksvertretung wird sich in ihrer Sitzung am 10. Februar hiermit beschäftigen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







