Mönchengladbach: Stadt soll Hundetüten bezahlen
VON JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010Mönchengladbach (RPO). Eugen Viehof von der Initiative "Clean up" hat im Umweltausschuss gefordert, dass die Stadt die Kosten für die Tüten in den "Bello-Boxen" übernehmen solle. "Die Finanzierung kann nicht dauerhaft an uns als Verein und an Sponsoren hängenbleiben", so Viehof.
Andernorts sei es Usus, dass die Kommunen für derartige Kosten aufkommen. Ratsherr Rolf Besten (CDU) sagte, man müsse in der Tat darüber nachdenken, ob die Tüten-Spender Teil des städtischen Entsorgungsbereichs werden.
Die Aufgabe von "Clean up" sei es in erster Linie gewesen, im Testbetrieb zu zeigen, dass die Boxen "funktionieren", sagte Viehof weiter. Der Vorsitzende des 2002 gegründeten Vereins, der sich mit einer Reihe von Projekten und Aktionen wie "Clean ist cool" für die Stadtsauberkeit einsetzt, warb unter den Mitgliedern des Umweltausschusses zudem dafür, dass diese im Bekanntenkreis nach weiteren Sponsoren suchen. Über 120 Patenschaften für 155 Bello-Boxen und 61 Umweltpatenschaften verfügt die Initiative derzeit.
Mit der Präsentation der Vereinsarbeit traf Viehof im Ausschuss auf reges Interesse. So hätten in Kooperation mit dem Volksverein Ein-Euro-Kräfte an den Einfallstraßen der Stadt im vergangenen Jahr 40 Tonnen Müll aufgesammelt und entsorgt. 20 000 Euro kosteten diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und das Reinigungsfahrzeug den Verein pro Jahr, dessen Etat bei 65 000 Euro liege.
Viehof mahnte an, die Stadt müsse die Bürger "mehr in die Pflicht nehmen", was die Bestrafung von Umweltsündern betrifft: "Sie ist noch zu schamhaft. Wer die Stadt verdreckt, dem muss entgegengehalten werden." Gegebenenfalls müsse der Ordnungsdienst härter durchgreifen.
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