Mönchengladbach: Stadt: Teurer Stuhl war medizinisch nötig
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 29.01.2010Mönchengladbach (RPO). Aufgeklärt sind nach einem ausführlichen Personalgespräch laut Dezernent Peter Holzenleuchter nun alle Vorgänge im Grünflächen- und Friedhofsamt. Der Stuhl, den eine Mitarbeiterin nach RP-Informationen eigenhändig bestellt hatte, sei nur deswegen so teuer gewesen, da die Frau aus medizinischen Gründen einen besonderen Stuhl gebraucht habe.
Dies sei durch ein ärztliches Attest belegt, so Holzenleuchter gestern zur RP. Der Stuhl habe "deutlich unter 1000 Euro gekostet", versichert der kommissarische Baudezernent.
Für gewöhnlich gibt die Stadt für ihre Bürostühle 135 Euro pro Stück aus, wie Stadtsprecher Wolfgang Speen berichtet. Diese werden von den Zentralen Diensten einmal pro Jahr geordert, und zwar nach den Bestellungen aus den einzelnen Fachbereichen und den Erfahrungswerten aus den Vorjahren. Zudem gebe es einen Fundus älterer und aktuell nicht benötigter Möbel, aus dem man stets schöpfen könne.
Gegenstand des Personalgesprächs war auch die Abbestellung eines eigenen Bürocontainers, um den es zuvor viel Wirbel gegeben hatte. Laut Holzenleuchter sind nun auch alle Animositäten zwischen den Mitarbeitern ausgeräumt. "So wie in einer Ehe gibt es natürlich auch im Büro mal Auseinandersetzungen. Aber grundsätzlich können und wollen die Betroffenen zusammen arbeiten", so der Dezernent.
Ursprünglich sollte für eine Mitarbeiterin ein eigener Bürocontainer für rund 53 000 Euro angeschafft werden. Dieser wurde erst abbestellt, nachdem die RP den Fall öffentlich gemacht hatte.
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