Mönchengladbach: Steinmetzstraße fast ohne Namensschilder
VON SEBASTIAN DALKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 09.07.2010Mönchengladbach (RPO). Wenn schon die städtische Müllabfuhr nicht weiß, wo sie gerade ist, weil Schilder fehlen, dann stimmt etwas nicht. Der Gladbacher Klaus Filter lief gerade an der Steinmetzstraße zwischen Albertusstraße und Bismarckstraße entlang, als ihn ein Mitarbeiter der GEM fragte, welche Straße dort verlaufe.
Schließlich weise kein Schild darauf hin. Ihr Müllwagen habe ein Problem und sie müssten mitteilen, wo sie sich gerade befinden. "Steinmetzstraße", antwortete Filter und ging weiter. Nur kurze Zeit später stellte ihm ein Passant dieselbe Frage. Auch ihm antwortete Filter. Im Anschluss fuhr er die Steinmetzstraße mit dem Auto von oben nach unten entlang und stellte fest: Nur ein Schild weist darauf hin, auf welcher Straße man sich befindet.
Es steht an der Abbiegung von der Viersener Straße. "Das waren nun zwei harmlose Fälle, aber bei einem Notfall muss man ja schnell wissen, wo man sich befindet", sagt Filter.
Sind die Bauarbeiten schuld?
Das sind nicht die einzigen Schilder, die fehlen. Auch die Straßen, die die 900 Meter lange Steinmetzstraße kreuzen, haben dort überwiegend keine Namensschilder. Weder die Bismarckstraße noch die Eickener Straße und die Sittardstraße. Doch wo sind die Schilder nun hin? Da ein Teil der Straße 2009 ausgebaut worden ist, sind die Namensschilder dort laut Stadtsprecher Dirk Rütten abgenommen und noch nicht wieder angebracht worden.
Das soll aber bald geschehen, sagt er. Der letzte Teil bis zur Eickener Straße ist sogar neu entstanden. Die Bauarbeiten betreffen aber nicht den Teil zwischen Albertusstraße und Bismarckstraße, wo sich Klaus Filter aufhielt. Dort haben offenbar schon vor den Bauarbeiten keine Schilder gestanden. Diese bräuchten laut Rütten aber nur an den großen Kreuzungen stehen.
Ein Teil der Steinmetzstraße, von der Bismarckstraße bis zur Eickener Straße, war im vergangenen Jahr für 2,8 Millionen Euro vierspurig ausgebaut und verlängert worden, als Teil der Ost-West-Tangente. Diese hat die Aufgabe, den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten. Die Tangente beginnt auf der Korschenbroicher Straße, führt dann über die Breitenbachstraße, den Eickener Kreisel und die Steinmetzstraße zur Bismarckstraße. Der Eickener Kreisel mit seinem "Affenfelsen" soll allerdings verschwinden. Bald werden Ampeln den Verkehr regeln. In diesen Tagen sind Mitarbeiter der Stadt damit beschäftigt, das Granitgestein abzutransportieren. Wann die Kreuzung gebaut werden soll, ist allerdings noch unklar. Das Ausschreibung läuft.
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