Mönchengladbach: Streik: Das sagen die Gladbacher
VON THOMAS MEINDERS UND FELIX HÖRCHENS - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 15:39Der Warnstreik der Busfahrer sorgte nicht für das befürchtete Chaos auf Mönchengladbachs Straßen. Denn die meisten Pendler stellten sich schon vorher auf die Situation ein. Dennoch gingen die Meinungen über den Streik auseinander. Wir haben uns auf den Straßen umgehört.
Verständnis für die Streikenden ist bei der Bevölkerung vorhanden. "Der Streik ist völlig okay", sagt ein Autofahrer, der in der Mönchengladbacher Innenstadt gerade ein Parkticket aus dem Automaten zieht. "Vater Staat gibt den Banken Geld, aber die Arbeiter bekommen immer weniger Lohn."
Eine Rentnerin schlägt in die gleiche Kerbe. "Ich verstehe, dass die streiken bei dem niedrigen Lohn", sagt sie und ergänzt: "Auf mich hat es allerdings auch keine Auswirkungen. Ich komme aus einem kleinen Ort und muss deswegen sowieso immer mit dem Auto überallhin."
Auch eine Pendlerin, die am Bahnhof vom Ausfall der Busse überrascht wurde, zeigte sich flexibel. "Dann geh ich halt zu Fuß", erzählt sie, gibt aber zu bedenken, dass "es die Falschen trifft - nämlich die, die für den Dienst zahlen", und am Donnerstag eben nichts dafür bekommen.
Doch es gibt natürlich auch die andere Seite. Eine Mutter klagt: "Ich bin auf den Bus angewiesen. Der Kindergarten streikt auch. Die Kinder leiden unter dem Streik." Und eine ältere Frau ergänzt: "Alte Leute müssen oft zum Arzt. Das geht jetzt nur zu Fuß oder mit dem Taxi. Mich fährt mein Mann, aber das Glück haben nicht alle."
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