Mönchengladbach: Super-Lego-Bauer gesucht!
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 20.05.2009Mönchengladbach (RPO). Im Alten Zeughaus sollen im September große Träume aus kleinen Steinchen wahr werden: Peter Ullrich (92) und Lukas Schneider (12) hatten die Idee zur 1. Gladbacher Lego-Ausstellung und suchen jetzt Lego-Fans, die mitmachen.
Peter Ullrich ist 92, Lukas Schneider zwölf Jahre alt. Als die beiden sich zufällig bei der Neueröffnung des Alten Zeughauses trafen, schmiedeten sie einen Plan: eine Lego-Ausstellung, von Kindern gemacht, im dem Museum für Karneval und Stadtgeschichte.
Lukas Schneider ist begeisterter Lego-Bauer. Damit hat er den Ehrenvorsitzenden des Alten Zeughauses schnell angesteckt. Der hat sich gleich schlau gemacht: "Im Durchschnitt besitzt jeder Mensch 62 Legosteine und insgesamt bevölkern vier Milliarden Lego-Figuren die Erde. Das ist doch nicht zu fassen!" Schnell sind sich die beiden einig: "Lego bietet unendlich viele und kreative Möglichkeiten, und es wäre schade, wenn tolle Resultate nur im eigenen Wohnzimmer gezeigt werden können." Lukas Schneider und Peter Ullrich fanden schnell neue Verbündete: Inzwischen arbeiten drei Frauen, unter ihnen auch Lukas' Mutter, in einer Arbeitsgruppe an der Verwirklichung der Idee. "Ich bin nur der Koordinator", erklärt Ullrich seine Rolle in der Organisation der ersten Gladbacher Lego-Ausstellung.
Denkmal der Stadt
"Sechs Jungen haben wir bereits gefunden, die bei der Ausstellung mitmachen werden", so der Rentner. Das reicht ihm und seinem jungen Verbündeten Lukas aber noch lange nicht. "Wir fordern deshalb alle Kinder zwischen acht und 18 Jahren auf, mitzumachen", sagt Peter Ullrich. Gefragt sind kreative Lego-Kreationen. Vom kleinen Flugzeug über Häuser, Raumschiffe, berühmte Gebäude, etwas karnevalistisches, ein Denkmal der Stadt bis zu selbst ausgedachten Fantasiegebilden ist alles gefragt – wenn es denn aus vielen bunten Steinchen zusammengesetzt ist. Die schönsten Projekte, von Kindern gebaut, werden mit Preisen belohnt. Die stellt das Gladbacher Spielwarengeschäft Seidel zur Verfügung. "Ich habe einfach nachgefragt, ob sie Interesse haben, und die Idee hat begeistert", so Ullrich.
Vergeben werden jeweils drei Hauptpreise in zwei Gruppen; eine für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren und eine für Ältere zwischen 13 und 18 Jahren. "Ich bin überzeugt: Da wollen viele mitmachen, das wird eine große Sache", sagt Peter Ullrich. Erfahrung in der Organisation bringt er jedenfalls reichlich mit. Gern erinnert er sich noch an erfolgreiche Projekte im Alten Zeughaus wie die Erntedankausstellung mit tausenden Besuchern oder die Maskenausstellung mit Exponaten aus aller Welt, die "vorher noch nie in Deutschland gezeigt wurden".
Jetzt freut er sich darauf, die Kunstwerke der Kinder im September im Alten Zeughaus an der Weiherstraße der Öffentlichkeit vorzuführen.
Bis dahin gibt es allerdings noch so einiges zu erledigen. "Ich hätte gern ein großes Schaustück vor dem Zeughaus, das uns Lego vielleicht leihen könnte. Wir müssen auch die Frage klären, wie die zusammengebauten Sachen von den Kindern ins Ausstellungshaus kommen", sagt Ullrich.
Trotzdem wirkt er ganz entspannt. "Wir werden die Schwierigkeiten schon meistern. Denn wenn ich etwas mache, dann auch richtig."
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